Wohnen in Wesel Weshalb der Wohnungsmarkt derzeit eine Wundertüte ist

Serie | Wesel · Neubau-Projekte sind „unkalkulierbar“, zum anderen herrscht Bedarf an Wohnungen. Große Akteure wie der Bauverein fordern „vernünftige Förderprogramme“. Noch ein Jahr konstant bleibt der Mietspiegel in Wesel.

 50 Quadratmeter-Wohnungen sind derzeit kaum noch zu bekommen.

50 Quadratmeter-Wohnungen sind derzeit kaum noch zu bekommen.

Foto: dpa/Melissa Erichsen

Kleine Wohnungen mit Flächen bis etwa 50 Quadratmeter waren in Wesel immer gefragt, aktuell sind sie fast gar nicht zu bekommen. Der Markt ist leer. Ein junger Mann aus Wesel, der unlängst online einen Nachmieter suchte, bekam am ersten Tag rund 240 Anfragen. Wartelisten gibt es auch bei großen Playern auf dem Wohnungsmarkt wie der Bauverein Wesel AG. Rund 2370 Wohnungen hat der kommunal beherrschte Bauverein im Bestand. Die Leerstandsquote liegt unter einem Prozent. Vorstand Norbert Haeser bestätigt, dass es eine Warteliste gibt. Die sieht er aber nicht allein dem allgemeinen Mangel geschuldet, sondern den individuellen Wünschen der Suchenden in Sachen Lage, Größe und Qualität. Die seien eben nicht immer leicht mit dem Angebot in Einklang zu bringen. Gleichwohl schildert Haeser im Gespräch mit unserer Redaktion eine schwierige Gesamtlage.