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Bauen in Schermbeck: Gemeinde gestaltet das Umfeld vom Rathaus neu

Kosten im sechsstelligen Bereich : Die Gemeinde Schermbeck gestaltet das Rathausumfeld neu

Die Verwaltung möchte den Bereich mit mehreren Maßnahmen aufwerten. Geplant sind unter anderem ein attraktiver Aufenthaltsbereich am Wasser. Wie die Planung im Detail aussieht und wann darüber entschieden wird.

Sieben Jahre nach Beginn des Spiel- und Bewegungsraumkonzeptes wird in diesem Jahr der sechste und finale Bauabschnitt realisiert. Der Bau-, Liegenschafts-, Wirtschaftsförderungs- und Tourismusförderungsausschuss der Gemeinde Schermbeck entscheidet am 9. März, ab 16 Uhr, im Begegnungszentrum darüber, wie die Planungen ausgeführt werden.

Das Essener Planungsbüro Davids, Terfrüchte + Partner (DTP), das bereits seit dem Jahr 2014 alle Bauabschnitte des Spiel- und Bewegungsraumkonzeptes geplant hat, übernahm auch die Planungen des sechsten Bauabschnittes, der sich mit der „Schermbecker Piazza/Rathausumfeld und dem Generationenspielplatz Goethestraße“ befasst. Am 23. September 2020 erhielten die Bürger die Gelegenheit, weitere Anregungen zu diesen Vorhaben vorzutragen. Diese Hinweise wurden vom Planungsbüro in die Entwurfsplanung eingearbeitet.

Auf dem Generationenspielplatz an der Goethestraße soll unter anderem ein neues Klettergerüst, ein Wasserspiel und eine Balancierstrecke entstehen (wir berichteten). Für mehrere Teilbereiche in Richtung Mühlenteich und Brunnen am Mühlenbachrand sind ebenfalls bauliche Aufwertungen vorgesehen. „Es wird ein attraktiver Aufenthaltsbereich am Wasser geschaffen“, berichtet Planerin Isabella de Medici. Der Durchgang vom Rathausvorplatz zum Mühlenteichwehr bleibt erhalten. Es entsteht eine Terrasse mit Sonnenliegen und mit Blick auf das Wasser. Sitzgelegenheiten aus Spaltquadern mit dem Angebot zum Abstellen des Fahrrades für kleinere Besuchergruppen sind wegbegleitend vorgesehen.

Ziel der Umgestaltung ist auch eine bessere Wahrnehmbarkeit des Rathauses von der Mittelstraße aus. Dazu wurde der dichte Grünbereich am Mühlenbach bereits behutsam gelichtet. Bäume wurden ausgeastet, Schösslinge entfernt. Die Bäume am Ehrenmal bleiben erhalten. Eingebettet werden im Westen des Ehrenmals eine Sitzmauer und nördlich des Ehrenmals eine Spiel- und Sitzstruktur aus Holz.

Der Brunnen mit der Stadtsilhouette soll ebenfalls aufgewertet werden. Derzeit fließt kein Wasser mehr. Außerdem sollen die steinernen Bänke hölzerne Auflagen erhalten. Neue Staudenpflanzungen sollen vorgenommen werden.

Im Rasen eingelegte Wegplatten sollen die Wegebeziehungen zwischen den Orten Denkmal, Platz am Mühlenteich und Brunnen stärken. „Neue Staudenmischpflanzungen“, so de Medici, „nehmen Bezug auf die bereits realisierten Bausteine des Spiel- und Bewegungsraumkonzeptes und bieten neue Lebensräume für Flora und Fauna.“

Auch dieser letzte Bauabschnitt des Gesamtprojektes wird im Rahmen des „Integrierten Handlungskonzeptes“ vom 9. Juni 2019 mit 70 Prozent gefördert. Die voraussichtlichen Kosten der Landschaftsarbeiten, der Architekten- und Ingenieurleistungen, der Bürgerbeteiligung und der Vergabe an Dritte liegen entsprechend einer Kostenschätzung des Planungsbüros DTP im Rahmen der bewilligten zuwendungsfähigen Gesamtkosten in Höhe von rund 460.000 Euro. Die reinen Baukosten betragen rund 365.000 Euro.

Die Veröffentlichung der Ausschreibungsunterlagen und die Submission sollen im im März und April erfolgen. Die weitere Planung sieht darüber hinaus vor, dass der Bauausschuss der Gemeinde in seiner Sitzung am 20. Mai die Aufträge an interessierte Firmen vergibt.