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Wesel: Bäume an der Promenade: Streit erreicht erneut den Rat

Wesel : Bäume an der Promenade: Streit erreicht erneut den Rat

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp sieht sich durch Bezirksregierung bestätigt. SPD nennt CDU "destruktiv".

Der neu aufgeflammte Streit um die künftige Gestalt der Rheinpromenade in Wesel rückt nach der Sommerpause auch offiziell wieder auf die politische Tagesordnung. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp hat gestern mitgeteilt, dass sie das Thema im nächsten Rat vorlegen werde. Der soll klar sagen, ob er den Antrag auf Fördermittel zur Anpflanzung von Alleebäumen an der Fischertorstraße (62 Bäume) und an der Rheinpromenade (60) noch umsetzen will.

Die Bürgermeisterin berichtete, dass die Bezirksregierung die Bearbeitung des Antrages vorerst auf Eis gelegt hätte. Grund seien kontroverse Meinungen innerhalb der Politik, die Mitarbeiter der Bezirksregierung "der Presse entnommen" hätten. Wie mehrfach berichtet, greift der Antrag aus dem Rathaus für CDU und FDP viel zu kurz. Sie verlangen zunächst ein gestalterisches Gesamtkonzept für Wesels Weg an den Rhein. Daran scheiden sich im Vorwahlkampf nun die Geister.

Karlheinz Hasibether macht nun als Planungssprecher der SPD-Fraktion die CDU dafür verantwortlich, dass keine Fördermittel für die 122 Bäume fließen. "In dem Zusammenhang von Hilflosigkeit der Bürgermeisterin zu sprechen", wie es CDU-Fraktionsvize Thomas Moll getan hat, "verdreht die Tatsachen", so Hasibether. Westkamp habe frühzeitig auf die Gefahr politischer Uneinigkeit hingewiesen.

"Wolkenkuckucksheime" gingen in Zeiten leerer Kassen "an den Realitäten" vorbei. Hasibether nennt die "Weigerung" von CDU und FDP "destruktiv".

(RP)