Bundesstraße 70 in Hamminkeln 52-Jähriger übersieht Motorrad – 21 Jahre alter Fahrer schwer verletzt

Hamminkeln · Bei einem Motorradunfall auf der B 70 in Hamminkeln ist ein 21 Jahre alter Mann schwer verletzt worden. Er musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

Der Unfall ereignete sich auf der B 70 in Hamminkeln

Der Unfall ereignete sich auf der B 70 in Hamminkeln

Foto: dpa/Carsten Rehder

Am Freitag ist es gegen 14.30 Uhr auf der Raesfelder Straße (Bundesstraße 70) in Hamminkeln zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem ein 21-jähriger Motorradfahrer aus Raesfeld schwer verletzt wurde.

Der 21-Jährige fuhr nach Angaben der Kreispolizei Wesel auf der B 70 aus Raesfeld kommend in Richtung Hamminkeln-Brünen. In Höhe der Hausnummer 15 kam ihm ein 52-jähriger Schermbecker mit seinem Auto aus Richtung Brünen entgegen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei übersah der 52-Jährige, vermutlich beim Abbiegen, das Motorrad und kreuzte dessen Fahrbahn. Hierbei kam es zum Zusammenstoß. Der 21-Jährige verletzte sich dadurch schwer.

Ein Rettungshubschrauber brachte den jungen Motorradfahrer in ein Krankenhaus nach Gelsenkirchen. Eine Lebensgefahr kann aktuell nicht ausgeschlossen werden, teilte die Polizei am Freitagabend mit. Der 52-jährige Unfallbeteiligte, sowie ein Augenzeuge standen unter Schock und mussten durch Rettungskräfte betreut werden.

Für die Unfallaufnahme durch ein Unfallaufnahme-Team (VU-Team) aus dem Kreis Kleve war die Raesfelder Straße zwischen der Pastor-Winkelmann-Straße und dem Heymannsweg für rund vier Stunden komplett gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr ab.

Die nordrhein-westfälische Polizei setzt bei der Aufnahme von schwersten Verkehrsunfällen seit einiger Zeit regelmäßig VU-Teams mit spezieller Technik ein.

Hintergrund: In modernen Kraftfahrzeugen sind heute schon eine Vielzahl von Fahrerassistenzsystemen verbaut. Sie führen auch dazu, dass das klassische Spurenbild (wie Brems- und Blockierspuren) am Unfallort teilweise nur noch schwer vorzufinden ist. An dessen Stelle treten vermehrt Informationen, die in den Steuergeräten gespeichert werden und präzise unfallrelevante Daten liefern. Deshalb werden alle VU-Teams mit speziellen Fahrzeugen, 3D-Scannern, Drohnen und Technik zum Auslesen digitaler Daten ausgestattet. Auf diese Weise soll der Unfallhergang genauer analysiert werden können.

(ots)
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