Wesel: B58-Ampel voll aus dem Takt

Wesel : B58-Ampel voll aus dem Takt

Dauerstau in Büderich: Ein Defekt in der Ampelsteuerung sorgte bis gestern für lange Schlangen im Polderdorf. Ordnungsamt ließ Fehler beheben und hofft auf flüssigere Fahrt für den Durchgangsverkehr auf der Bundesstraße.

Auch gestern staute sich an der B 58-Ampel im Büdericher Ortskern wieder der Verkehr. Pendler warteten ewig zwischen den kurzen Grün-Phasen. Nach Niag-Chef Hans-Joachim Berg am Dienstagmorgen (RP berichtete) hatte übrigens auch Kreistagsmitglied Josef Devers (CDU) aus Rheinberg am Nachmittag auf dem Weg zur Ausschusssitzung in Wesel diese Erfahrung gemacht.

Der in diesen Tagen wegen der Probleme rund um den Bau der B 58 n in Büderich gern gescholtene Landesbetrieb Straßen wies die Verantwortung gestern flott von sich. Denn zuständig für die Anlage ist die Stadt Wesel. "Unsere Ampel-Leute haben sich in der Sache auch schon an die Stadt gewandt", sagte Wilhelm Höfener von der Niederlassung des Landesbetriebs in Mönchengladbach.

Die Experten vom städtischen Ordnungsamt machten sich nach Hinweisen der RP gestern Mittag auf den Weg ins Polderdorf und stellten einen Defekt fest. "Die Ampel spinnt", fasste Helmut Kluthe das Beobachtungsergebnis zusammen. Mal 25, mal 40, mal 60 Sekunden grün — willkürlich und ohne erkennbares System.

Dezernent Klaus Schütz ließ umgehend die Wartungsfirma informieren und zur Reparatur antreten. Am Nachmittag meldete sein Kollege Kluthe, dass der Schaden behoben worden sei und man nun auf flüssigere Fahrt für den Durchgangsverkehr auf der Bundesstraße hoffe. Die Ampel soll nun 80 Sekunden grün für die Hauptfahrtrichtungen Wesel und Alpen gewähren. Die Nebenstraßen Rheinallee und Marktstraße sollen zehn bis 20 Sekunden grün bekommen — sensorgesteuert nach jeweiligem Verkehrsaufkommen.

Asche: Baufirma trägt Mehrkosten

Unterdessen geht der Abtransport der belasteten Müllasche aus der B 58 n im Bereich der alten Xantener Straße (L 460) weiter. Die Kosten für diese Aktion trägt die Firma Heitkamp und interessieren den Landesbetrieb in der Höhe überhaupt nicht, bestätigte Höfener gestern erneut. "Wir zahlen die Leistung, die wir hinterher haben wollen und mehr nicht", sagte er.

Dass Heitkamp bei dem Vorhaben im Wasserschutzgebiet nun statt der unerlaubten Hausmüllverbrennungsasche (HMVA) Klasse II Material der erlaubten Klasse I einbauen wird, hält Höfener für abwegig: "Ich glaube, die Firma hat von Asche jetzt die Nase voll."

Sollte HMVA angeliefert werden, werde man das Material sofort prüfen. Die zuletzt zur Baustelle gelangten Böden seien jedenfalls natürlicher Art, sagte Höfener.

(RP/jt)