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Wesel: AVG-Schulhof besticht mit Multifunktionsfeld

Wesel : AVG-Schulhof besticht mit Multifunktionsfeld

Für gut 200 000 Euro wurde der Hof des Innenstadt-Gymnasiums umgestaltet. Die RP hat Schüler gefragt, wie ihnen die Neuerungen gefallen. Kletterwand, neue Sitze und Spielhaus kommen noch.

Eigentlich braucht man die langen Kerle auf dem nagelneuen Multifunktionsfeld gar nicht fragen, ob ihnen das neue Bewegungsangebot gefällt. Man muss sie nur kurz beim Basketball spielen beobachten und weiß: Ja, denen macht Sport Spaß. Und den Kleineren aus der Jahrgangsstufe 5 übrigens auch, die sich brav in die Reihe stellen, um dann das Runde in das Längliche (Netz) zu befördern.

Keine Frage: Mit dem Multifunktionsfeld (geeignet für alle möglichen Ballsportarten) hat der bislang vergleichsweise triste Schulhof, der morgen im Rahmen des AVG-Schulfestes eröffnet wird (siehe Text untern), deutlich an Qualität gewonnen. Und auch die in den Sommerferien installierte Spiel- und Kletterpyramide ist zweifelsohne eine Bereicherung. Wobei vor allem die jüngeren Schüler nicht restlos zufrieden sind. "Das Gerät ist in den Pausen immer übelst voll", bedauert Jonas Biljanovski (10). Und sein Kumpel Duc Tien meint: "Wenn die Großen hier sind, gehe ich nicht drauf. Da habe ich Angst, dass die mir auf die Hände treten."

Ein paar Meter weiter sitzt Isabell Sander (14) mit ihren Freundinnen auf einem dicken Stein. Gefragt nach ihrem Eindruck von dem neuen Schulhof, verzieht sie das Gesicht. "Es fehlen neue Sitze. Und seit der große Baum an dem neuen Spielfeld weg ist, sieht die Schule aus wie ein Gefängnis. Das sehen auch viele meiner Freundinnen so." Alle nicken. Auch Jessica Parvan (13). "Und die Kletterwand ist nicht da." Die sei zu unstabil, heißt es.

Doch stimmt das wirklich? Dorotheé Brauner, seit dem 1. August AVG-Leiterin, weiß es genau. "Nein, die Kletterwand wird voraussichtlich in der nächsten Woche montiert", sagt sie. Bei ihrer Ansprache während der Eröffnung des Schulhofes wird sie alle Schüler und Eltern im Detail informieren.

In dem von Schülern erdachten, von engagierten Eltern und Sportlehrer Steffen Qual geplanten und von der Stadt mit mehr als 200 000 Euro finanzierten Projekt spielt auch ein "Spielhäuschen" eine wichtige Rolle. In ihm sollen Geräte wie Bälle, Pedalos etc. gelagert und in den Pausen an Schüler ausgeliehen werden. Die Geräte sollen aus den Einnahmen des Schulfestes und eines Sponsorenlaufes finanziert werden.

Neben dem Multifunktionsspielfeld ist eine etwa 50 Quadratmeter große Bühne entstanden, die bei Festivitäten eine Rückwand und eine Überdachung erhält.

Die Schulleiterin befindet sich in Gesprächen mit der Stadt und ist guten Mutes, dass noch in diesem Jahr Geld für neue Sitzgelegenheiten zur Verfügung gestellt wird.

Weil ein Baum bei den Bauarbeiten gefällt werden musste, wirkt der Bereich kahl. Brauner denkt deshalb über eine Fassadenverschönerung nach.

(RP)