Wesel/Hamminkeln/Schermbeck/Hünxe: Ausflug-Profis für Pfingsten gerüstet

Wesel/Hamminkeln/Schermbeck/Hünxe : Ausflug-Profis für Pfingsten gerüstet

Laut Wetterprognosen steht das heißeste Pfingstwochenende seit 50 Jahren bevor. Da sind schattige Plätzchen und attraktive Freizeitangebote gefragt. Die RP gibt einen kleinen Überblick, wie sich Anbieter auf den Ansturm vorbereiten.

Voraussichtlich wird die 30-Grad-Marke geknackt. Das sagen Wetterexperten und prognostizieren das heißeste Pfingstwochenende seit 50 Jahren. Auch wenn sich Scharen schon gestern auf den Weg an die niederländischen Strände gemacht haben, so wird der Niederrhein nicht komplett entvölkert sein. Im Gegenteil. Eher ist damit zu rechnen, dass Gäste aus anderen Ecken des Landes die touristischen Angebote rund um Wesel nutzen wollen. Die RP hörte sich um.

In Bislich steht der Fährkopf, an dem es mit baulichen Veränderungen nun geordneter zugehen soll, vor der nächsten Nagelprobe. Auf der "Keer tröch" stand gestern Heinz Brandzeit am Ruder, während Willi Giesen kassierte. "Es läuft so langsam an", sagte Brandzeit. Er sieht dem Wochenende gelassen entgegen, mache es doch mehr Spaß, wenn das Wetter schön ist. Von 10 bis 19 Uhr geht es zwischen Bislich und Xanten hin und her.

Wer an Land das besondere Fahrerlebnis sucht, der ist beim Historischen Schienenverkehr Wesel (HSW) richtig. Der ist morgen und Pfingstmontag auf seiner Traditionsstrecke zwischen Rheinpromenade und Hoher Mark unterwegs. Abfahrt am Rhein ist um 10.55, 12.55, 14.55 und 16.55 Uhr. Der Speisewagen, sonst bei den HSW-Auftritten an der Fischertorstraße fest positioniert, rollt diesmal mit, weil an seinem Platz Bauarbeiten laufen. "Wir haben reichlich kalte Getränke an Bord, vor allen Dingen Wasser", sagte HSW-Sprecher Bernd Möbius. Nach Arbeiten an der Strecke steht jetzt auch der früher inoffizielle Haltepunkt Byk Chemie zur Verfügung. Der dürfte aber laut Möbius eher zum PPP-Feuerwerk für Nachbarn interessant sein.

"Die Kühlhäuser sind voll. Ich glaube nicht, dass Würstchen und Eis ausgehen werden", sagte Bäderleiter Martin Burgers, der gestern übrigens 60 Jahre alt wurde. Und mit gut vier Jahrzehnten Erfahrung in der Branche meint er, dass es eher drei bis fünf Tage durchgehend warm sein müsse, bevor die Leute (und deren Wohnungen) so aufgeheizt wären, dass sie unbedingt ins Freibad müssten. Dennoch ist die Bäder GmbH natürlich vorbereitet, hat drei bis vier Mitarbeiter pro Schicht vorgesehen.

Die vorgenannten Freizeitangebote sind klassische Fahrrad-Ziele, wie viele andere auch. Da lockt die Lippe nicht nur in Obrighoven mit der Selbstbedienungsfähre Quertreiber. Etwas weiter flussaufwärts lädt das idyllische Krudenburg Radler zur Pause ein. Zum Beispiel auf der schattigen Terrasse des Restaurants und Cafés "Haus von Krudenburg". Hier liefen gestern Vorbereitungen dafür an, den Gästen neben kühlen Getränken leichte, zur Hitze passende Gerichte anbieten zu können. So bekommen Christiane und Jochen Dietsch frische und unbehandelte Salate jetzt vom Gartbaubetrieb Dickmann aus Hünxe und Erdbeeren von der Familie Buchmann aus Drevenack. "Also aus heimischer Erde", sagte Jochen Dietsch.

(RP)
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