Hamminkeln: Auf der Suche nach dem Traumberuf

Hamminkeln: Auf der Suche nach dem Traumberuf

Auf der Berufsorientierungsmesse in der Heinrich-Meyers-Realschule stellten 50 Aussteller mehr als 100 Berufe vor.

Frisör, Schreiner oder Mechaniker? Vielleicht Polizist, eine Banklehre oder doch weiter zur Schule? Naht der Schulabschluss, stellt sich für fast alle Schüler die gleiche Frage: Was will ich werden? Damit die künftigen Absolventen sich nicht völlig orientierungslos durch den Dschungel möglicher Berufe kämpfen müssen, gibt es an der Heinrich-Meyers-Realschule in Hamminkeln einmal im Jahr eine Berufsorientierungsmesse. So auch am Samstag.

50 Aussteller, von kleinen Ein-Mann-Betrieben bis hin zu bundesweit agierenden Riesenunternehmen, hatten in der Sporthalle ihre Stände aufgebaut. In persönlichen Gesprächen brachten sie den Schülern mehr als 100 mögliche Berufe aus sämtlichen Bereichen näher: kaufmännisch, handwerklich, technisch oder medizinisch und sozial. Viele Fragen konnten dabei geklärt und schon die ersten Kontakte geknüpft und Praktika arrangiert werden.

Einige der ortsansässigen Aussteller kommen jedes Jahr zu der Messe und finden dort nicht selten zukünftige Auszubildende. So auch der Weseler Schreiner Michael Biesemann: "Das lohnt sich hier. Der Berufemarkt in Hamminkeln hat ein sehr hohes Niveau", lobt er die Veranstaltung. Auch bei Helmut Ebbert am Stand der Feldschlösschen-Brauerei ist schon ein potenzieller Lehrling für den Beruf des Brauers und Mälzers vorbei gekommen. "Selbst wenn wir einmal keine Auszubildenden suchen, können wir Kontakte zu befreundeten Brauereien herstellen", erklärte er seine Teilnahme.

Doch nicht nur Betriebe, auch Schulen, die den Weg zum Fach- oder Vollabitur ermöglichen, wie das Weseler Berufskolleg oder das Andreas-Vesalius-Gymnasium waren auf der Berufsorientierungsmesse in Hamminkeln vertreten.

Nicht nur am Stand, sondern auch sonst steht Annette Grüttgen von der Agentur für Arbeit den Schülern der Heinrich-Meyers-Realschule mit Sprechstunden zur Verfügung. "Es ist der Trend erkennbar, dass die Schüler eine höhere Qualifikation anstreben", sagte sie. Dafür sieht sie zwei Gründe: "Mit einem höheren Schulabschluss können die Schüler unter einem breiteren Angebot an Berufen wählen. Aber da sind auch Berührungsängste. Manchen Schülern fällt es schwer, aus der gewohnten Schul-situation den Schritt ins Arbeitsleben zu machen."

Zwar findet bei der Berufsorientierungsmesse nicht jeder seinen Traumjob, doch trotzdem bringt sie die Schüler weiter. So wusste Alexandra Olschok (14) nach den ersten drei Gesprächen zumindest, dass sie gerne im Bereich Verwaltung arbeiten würde. Bei ihrer gleichaltrigen Freundin Lea Gühnemann hat sich der Wunsch gefestigt, nach dem Realschulabschluss erst einmal Abitur zur machen. Und die 13 Jahre alte Melanie Külkens konnte die Messe mit dem sicheren Gefühl verlassen: "Ich habe einen Beruf gefunden." Sie ist Schwimmerin und unterrichtet in ihrem Verein Kindergruppen. Daher erscheint eine Karriere als Fachangestellte für Bäderbetriebe für sie perfekt.

(meko)