Wesel Atlas Vermögensgesellschaft zieht Klage gegen Bauverein AG zurück

Wesel · Wie das Landgericht Düsseldorf kürzlich dem Weseler Bauverein mitgeteilt hat, hat die Anwaltskanzlei LLR Legerlotz Laschet und Partner die im Namen der Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft eingereichte Anfechtungsklage gegen Hauptversammlungsbeschlüsse des Bauvereins 9. November 2016 zurückgenommen. Initiatoren der Klage waren, wie berichtet, Vertreter der als "kritische Aktionäre" bekannten Gruppe von Bauvereins-Kleinaktionären.

Aufgrund von Vereinbarungen aus den 90er-Jahren erhalten einige "kritischen Aktionäre" von der Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft und von der Volksbank Rhein-Lippe Vollmachten, um an den Hauptversammlungen der Bauverein Wesel AG mit Stimmrecht teilnehmen zu können. Seit dem vergangenen Jahr nutzen die "kritischen Aktionäre" diese Vollmachten, um den Bauverein mit massiven öffentlichen Angriffen und juristischen Klagen zu überziehen.

Bauvereins-Vorstand Anett Leuchtmann sieht sich in ihrem Bemühen gestärkt, dem destruktiven Wirken der "kritischen Aktionäre" Einhalt zu gebieten: "Seit langem fordern wir die Unternehmen, die - ohne Zustimmung des Bauvereins - vinkulierende Namensaktion der Bauverein Wesel AG veräußert haben, auf, keine Vollmachten mehr zu erteilen und von ihrem Stimmrecht als Aktionäre unserer Gesellschaft selbst Gebrauch zu machen. Ich begrüße das entschlossene Vorgehen der Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft und wünsche mir, dass es Vorbild ist für andere."

Mit "Vorbild für andere" meint sie die Volksbank Rhein-Lippe. Denn weiterhin vor Gericht anhängig ist eine im Namen der Genossenschaftsbank eingereichte Anfechtungsklage, die mit der nun zurückgezogenen Klage der Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft weitgehend identisch ist.

(RP)