Wesel: Anke Bückmann koordiniert das Gindericher Dorfleben

Wesel : Anke Bückmann koordiniert das Gindericher Dorfleben

Die 54-Jährige wurde als neue Koordinatorin vorgestellt. Ihre Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet.

Anke Bückmann, 54-jährige Ökotrophologin aus Wesel, hat ihre Arbeit aufgenommen und soll dafür sorgen, dass Ginderich weiter aufblüht. Der Startschuss für die Erarbeitung eines Dorfinnenentwicklungskonzeptes war Anfang 2017 gefallen. Wie sehen die Gindericher ihre Zukunft, welche Wünsche haben sie? Auf diese Fragen hatten die Einwohner mehr als 30 Vorschläge. "Bei so vielen Ideen war klar, dass wir jemanden brauchen, der das koordiniert und sich hauptamtlich darum kümmert", sagte Bürgermeisterin Ulrike Westkamp.

"Wir wollen, dass die Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, hier auch alt werden können", sagte Herbert Wesely, Vorsitzender des Vereins Dorfschule Ginderich. Deshalb sei neben den beiden Säulen Sport und Gesundheit sowie Kunst und Kultur vor allem der Bereich Soziales und Mobilität von großer Bedeutung. "Das trifft den Nerv der Zeit, gerade im Zeichen des demografischen Wandels", sagte René Augustin von der Bezirksregierung. Was das Projekt auszeichne: Hier werde aktiv auf die Leute zugegangen. "Erstmal zu schauen: Was wollt ihr? Was braucht ihr", sei ein "sehr schöner, sehr spannender Ansatz". Deshalb könne das Projekt auch guten Gewissens gefördert werden.

40 Mitglieder des Vereins Dorfschule Ginderich sowie weitere 40 freiwillige Helfer haben in den vergangenen Monaten bereits für viel neuen Schwung in dem Wallfahrtsort gesorgt. Wesely nannte als Beispiel: "In dem ehemals leerstehenden Gebäude der alten Schule sind jetzt jede Woche über 100 Leute aktiv." Reha-Sport habe es hier noch nie gegeben - doch seit September laufen in der Dorfschule sogar vier Reha-Sport-Kurse. "Für manche Angebote - wie für den Gitarrenkursus bei Christian Angenendt - kommen sogar Leute aus Dinslaken und Düsseldorf", so Wesely. Dies alles zu koordinieren ist Aufgabe von Bückmann, die mit zwei Schwerpunkten startet: die Einrichtung eines Fahrdienstes und der Ausbau der Nachbarschaftshilfe.

(jok)