Schermbeck: Alle Königs-Aspiranten verfehlen das Ziel

Schermbeck : Alle Königs-Aspiranten verfehlen das Ziel

Beim Schießen konnte am Sonntag in Bricht kein neuer Regent ermittelt werden.

Es sieht so aus, als würde das nächste Schützenfest in Bricht ohne ein neues Königspaar gefeiert. Jedenfalls misslang am Sonntag der Versuch, eine Woche vor dem Schützenfest im Rahmen eines Königsschießens einen Nachfolger für André Anschütz zu finden.

Als Oberst Carsten Unverzagt etwa 20 Schützen antreten ließ, lief alles nach dem gewohnten Ritual ab. Der noch amtierende König André Anschütz eröffnete im Schießstand am Schwarzen Adler im 246. Vereinsjahr das Schießen mit dem KK-Gewehr auf die 50 Meter entfernte Zehner-Ringscheibe und legte nach einem Probeschuss mit seinen beiden Wertungsschüssen die höchstmögliche Ringzahl 20 vor. Das Gewehr schien also in Ordnung zu sein, sodass man eigentlich hätte erwarten dürfen, dass Schriftführer Ingo Kufferath noch mehrfach eine 20 als erreichte Ringzahl hinter einem Namen vermerken würde. Doch weit gefehlt. Von jenen Schützen, die laut Satzung König werden konnten, traf nicht ein einziger die Ringscheibe. Das für 15 Uhr angekündigte Stechschießen entfiel.

Glückwünsche konnten dennoch ausgesprochen werden, weil ein paar Schießentscheidungen fielen. Den Damen-Pokal gewann Nadine Anschütz. Den Junioren-Orden verdiente sich Cedric Conrad. Beim Schießen um die Jugend-Plakette gab es sogar ein Stechen. Mathias Balster, Jannes Unverzagt und Robin Bickert hatten jeweils 19 Ringe erzielt. Im Stechen setzte sich Jannes Unverzagt mit zehn Ringen gegen seine beiden Konkurrenten durch.

Während der Oberst begann, mindestens 21-jährige Schützen, die seit drei Jahren dem Verein angehören, zu motivieren, den dringend erwünschten Königsschuss abzugeben, konnte der neue Kinderschützenkönig David Firus schon die Glückwünsche zu seinem tollen Schießergebnis in Empfang nehmen. Der neunjährige Grundschüler hatte beim Kinder-Schießwettbewerb das beste Ergebnis erzielt. Eine Königin war schnell gefunden. Mit der neunjährigen Serina Rademacher wird er am Freitag inthronisiert.

Oberst Carsten Unverzagt kündigte an, dass sich der Vorstand im Verlauf der Woche noch einmal mit der Thematik, dass es in diesem Jahr keinen offiziellen Schützenkönig gibt, befassen werde. "Es wird natürlich auf jeden Fall ein Schützenfest am kommenden Wochenende gehen", sagte er. Wenn es bis dahin nicht gelingt, einen König zu ermitteln, geht der Schützenverein Bricht in die Geschichte des Schermbecker Schützenwesens als der erste Verein ein, der keinen einzigen Schützen für den Königsschuss motivieren konnte. Schwierigkeiten bei der Königssuche gab es auch in der Vergangenheit schon bei einigen anderen Schermbecker Vereinen, aber es gab zu guter Letzt doch immer einen Schützenkönig.

(hes)
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