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Aktuelle Studie: Haus kostet im Kreis Wesel 4,4 Jahresgehälter

Aktuelle Studie : Ein Haus kostet im Kreis Wesel 4,4 Jahresgehälter

Im Kreis Wesel ist der Kauf einer Immobilie auf lange Sicht immer noch günstiger als ein Mietverhältnis. Vergleicht man die Kosten, schneiden Käufer sogar deutlich besser ab. Das geht aus einer aktuellen Studie der Sparda-Banken hervor.

Demnach ist es in Wesel und Umgebung genau 37 Prozent günstiger, eine Immobilie zu kaufen, als sie zu mieten. Damit liegt die Region leicht über dem landesweiten Durchschnitt, wo der Kostenvorteil von Käufern im Vergleich zu Mietern 35 Prozent beträgt.

Die Zahlen stammen aus der gerade veröffentlichten bundesweiten Analyse „Wohnen in Deutschland 2019“, die der Verband der Sparda-Banken in Zusammenarbeit mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) und dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) herausgegeben hat. Man wolle den Bürgern, die über eine Immobilie nachdenken, Orientierungshilfe und Vergleichsmöglichkeiten bieten, sagt Jens Schulz, der seit 2017 Filialleiter der Sparda-Bank West an der Wilhelmstraße in Wesel ist.

Der Kreis Wesel mit seinen über 460.000 Einwohnern hat sich mit einer 22-prozentigen Preissteigerung bei Wohnimmobilien seit 2005 moderat entwickelt. Unter 401 bewerteten Städten und Landkreisen in Deutschland nimmt er Rang 286 ein. Bundesweit sind die Kaufpreise in diesem Zeitraum um 54 Prozent gestiegen, landesweit um 31 Prozent.

Blickt man auf die konkreten mit einem Immobilienkauf verbundenen Kosten, liegt Wesel samt Umgebung laut Studie ebenfalls recht gut: 4,4 Jahresnettogehälter sind hier im Schnitt nötig, um sich ein Eigenheim zu kaufen. Das ist weniger als im gesamten Land NRW, wo im Schnitt 4,9 Jahresnettogehälter aufgewendet werden und auch deutlich weniger als bundesweit (5,6). Vergleichsweise niedrig ist in Wesel der Quadratmeterpreis von 1935 Euro für Wohneigentum; im Bundesdurchschnitt müssen 2379 Euro aufgewendet werden, in NRW 2053 Euro. Mieter in dieser Region zahlen im Schnitt 6,74 Euro pro Quadratmeter und Monat, das liegt unter dem NRW-Durchschnitt von 6,92 Euro und auch deutlich unter dem bundesweiten Niveau, wo im Schnitt 7,50 Euro pro Quadratmeter Miete zu zahlen sind. Bundesweit gelten Immobilien für 264.000 Euro als erschwinglich. Im Kreis Wesel bekommen Käufer dafür 136 Quadratmeter Wohnfläche und damit mehr als im Durchschnitt in NRW (129).

Die Zahlen der Studie zeigen besonders für den Westen Deutschlands, dass generell wenig neuer privater Wohnraum entsteht. Das gilt auch für den Kreis Wesel: Mit 6,3 Baugenehmigungen je 1000 Bestandswohnungen liegt er zwar knapp über dem Durchschnitt von NRW (6,2), aber deutlich unter dem bundesweiten Durchschnittswert von 7,6.

(sep)