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Aktion in Hamminkeln: Familien machen Wertherbruch zwei Wochen lang sauber

Reinigungsaktion im Dorf : Familien machen Wertherbruch zwei Wochen lang sauber

Der Heimatverein Alte Herrlichkeit organisierte die jährliche Reinigungsaktion im Dorf, die wegen der Corona-Pandemie dieses Mal anders ablief. 14 Familien machten mit. Wie sie von der Stadt Hamminkeln unterstützt wurden.

Viele Aktionen, Versammlungen und Veranstaltungen fallen corona-bedingt aus. Eine „positive Nachricht“ setzte jetzt Andrea Nienhaus, Vorsitzende des Heimatvereins Alte Herrlichkeit, dagegen. Trotz aller Beschränkungen hatte der Vorstand der Alten Herrlichkeit eine Lösung für die große Dorfreinigungsaktion zum Frühjahr gefunden. Er bat die Bevölkerung um Mithilfe.

„Besonders hofften wir auf die Unterstützung der Familien oder Gruppen aus einem Haushalt, und wir wurden nicht enttäuscht“, erzählt Nienhaus. 14 Familien meldeten sich und säuberten in den vergangenen zwei Wochen freiwillig ganz Wertherbruch – inklusive der Randgebiete. Fazit: Wertherbruch bleibt sauber und schön.

Wie seit vielen Jahren zur Gewohnheit geworden, fand bis zum Jahr 2019 immer im März eines jeden Jahres die Reinigungsaktion im Dorf statt. Ursprünglich organisierte reihum ein Verein aus dem Dorf diese Aktion, und Gruppen aus allen anderen Vereinen des Ortes nahmen an der Aktion teil und sammelten. 2020 schlüpfte die Alte Herrlichkeit Wertherbruch in die Rolle der Organisatoren, musste allerdings die Aktion kurzfristig corona-bedingt absagen. Auch in diesem Jahr verhinderte die Pandemie, das Dorf in gewohnter Manier zu säubern. Als Lösung wurde der Einsatz der Familien erfunden.

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Die Sauberfrauen und -männer erlebten, wie viel Müll sich innerhalb der vergangenen beiden Jahre an den Straßenrändern und in den Gräben angesammelt hat. Zur Ausbeute zählten Kaffeebecher, die offensichtlich einfach aus dem Autofenster geworfen wurden, Radkappen, ein defektes Bobby-Car, Schläuche und Drähte.

„Für die Reinigungsaktion wurden uns von der Stadt Hamminkeln Säcke und Zangen zur Verfügung gestellt“, berichtet Nienhaus. Diese lagerten im Bürgertreff und konnten von den Teilnehmern für einige Stunden geliehen werden. Der gesammelte Müll wurde in der Remise am Treff zwischengelagert und anschließend von der Stadt abgeholt.

Besonderer Dank ging – neben den Helfern – deshalb auch an den Bauhof. Nienhaus betonte: „Es ist nicht selbstverständlich, Freiwillige zu finden, die den Dreck anderer Leute einsammeln. Das zeigt uns, dass unser dörfliches Miteinander und Füreinander funktioniert.“ Als Dankeschön wurde den Helfern ein Gutschein der Bäckerei Winkelmann für ein gemütliches Familienfrühstück überreicht.