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Wesel: Adventsmarkt lockt zum Dom

Wesel : Adventsmarkt lockt zum Dom

Familienfest der Vereine gelungen: Neue Aufstellung der Hütten auf dem Großen Markt sorgt für weniger Gedränge. Der Besuch war sehr gut und das Angebot reichhaltig. RP vergibt Publikumspreis.

Mucksmäuschenstill saßen die Kinder auf den Strohballen und lauschten der Geschichte. Während draußen auf dem Adventsmarkt am Dom Wind und Wetter eher trübgraue Stimmung als Weihnachtsvorfreude aufkommen ließen, las Maike Koop in der temperierten Hütte der Waldorfschule Dinslaken das Märchen Dornröschen vor. "Eigentlich sind bei diesem Markt die Buden zum Reingucken, bei uns kann man reingehen", sagte Ingeborg Deselaers-Pottgießer zum Angebot, das sich gerade an Kinder richtete. Wegen des Wetters kamen gestern auch Eltern gern herein, um sich ein wenig aufzuwärmen.

Nach einem regenfreien Samstag hatte es Petrus gestern nicht so gut mit den Vereinen und Organisationen gemeint, die sich als große Familie präsentierten. Sie machte das Beste daraus "In unserer Bude ist die Stimmung sozusagen wetterfest", sagte Olaf Hesse von den Maltesern. Mit dazu beigetragen hat sicherlich auch der Rum-Apfel-Punsch mit Geheimzutaten und der "Hüttenzauber spezial". Auch am Stand der Kanalhexen und Vruchtzwerge gab es was gegen kalte Füße. "Wir haben Winterbock-Bier. Das macht mit sieben Prozent von innen warm", erklärte "Nikolaushexe" Angela Hein.

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Die Mischung macht's

Der Tee der Dompfadfinder hatte ähnliche Wirkung — und das ohne Alkohol. "Ins Original kommen eigentlich Küchenreste rein, wir machen ihn aber mit Säften und Gewürzen", sagte Felix Beißert (14). Der Erlös des "Besten Eierpunschs" der Kita St. Franziskus fließt in ein neues Klettergerüst. "Die erste Sprosse haben wir schon finanziert", waren sich Carsten Heisterkamp und Claudia und Heinrich Espendiller sicher. Gern diskutiert wurde über den Stahlbaum und die neue Aufstellung. "Weniger Buden aber eine schöne Kulisse vor der alten Rathausfassade", lautete das Urteil der drei Weseler, die zudem im Baum einen schönen Kontrast zwischen neu und alt sehen.

Die Mischung macht's eben — das galt auch an den Ständen, die oftmals auf ein Nebeneinander aus kulinarischen Genüssen und selbst gemachter Deko setzten, so wie der Schießsport-Verein Fusternberg. "Deko und was Warmes", fasst Gudrun Hetkamp das Erfolgskonzept zusammen. Anders bei Spix, wo bewusst nur auf selbst gefertigte Waren gesetzt wurde. Auch beim Evangelischen Kindergarten Flüren gab es Selbstgebasteltes. So wie das Mensch-ärger-dich-nicht in Fußballversion, was sicherlich ein perfektes Weihnachtsgeschenk darstellte. Damit das Warten bis Weihnachten nicht zu schwer fällt, gab es beim Lions Club "Vorfreude mit Gewinngarantie", wie Wolfgang Jung die letzten 50 Exemplare des Adventskalenders anpries.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Impressionen vom Adventsmarkt in Wesel

(RP/jco)