Bilanz zum Blitzmarathon im Kreis Wesel: "Achtung Radar!": Autofahrer im Kreis Wesel waren vorbereitet

Bilanz zum Blitzmarathon im Kreis Wesel : "Achtung Radar!": Autofahrer im Kreis Wesel waren vorbereitet

Am Mittwochmorgen um sechs Uhr ist in NRW der sechste Blitzmarathon zu Ende gegangen. Auch im Kreis Wesel machten Polizei und Ordnungsamt Jagd auf Tempo-Sünder.

In den vergangenen 24 Stunden maßen die Einsatzkräfte an 49 von 86 Votingstellen die gefahrene Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer. Dabei wurde das Tempo von 11896 Fahrzeugen ermittelt. Obwohl die Autofahrer im Kreis durch die Berichterstattung in den Medien in den vergangenen Tagen eigentlich hätten vorgewarnt sein müssen, ertappte die Polizei 410 Fahrer, die schneller als erlaubt unterwegs waren. Zum Vergleich: Beim fünften Blitzmarathon 2013 waren es nur 270 Personen gewesen.

Fünf Autofahrer waren derart schnell unterwegs, dass die Polizei gegen sie ein zum Teil mehrmonatiges Fahrverbot verhängte. Sieben Fahrzeugführer mussten Verwarnungsgelder bezahlen - allerdings nicht wegen Fahrens mit überhöhter Geschwindigkeit, sondern wegen anderer Verstöße, wie zum Beispiel Telefonieren mit dem Handy während der Fahrt oder weil sie nicht angeschnallt waren.

Auch für die Polizeibeamten gab es Grund zum Schmunzeln

Viele Autofahrer im Kreis Wesel hatten sich dann allerdings doch auf den Blitzmarathon eingestellt. Eine Frau beispielsweise hatte sich, damit sie auch ja an die Aktion denkt und nicht zu schnell fährt, einen Zettel mit der Aufschrift "Achtung Radar!" auf das Lenkrad geklebt. Da mussten dann auch die Polizeibeamten schmunzeln. Ein anderer Mann wurde dabei erwischt, zu schnell unterwegs zu sein. Als er das Verwarngeld bezahlte, gab es zu, sich sogar an der Abstimmung zum Blitzmarathon beteiligt und dafür gestimmt hatte, dass an der Heerstraße kontrolliert wird.

Einen besonders schnellen Fahrzeugführer sahen die Beamten am Dienstagabend an der Reeser Landstraße in Wesel auf sich zufahren. Doch dann stellte sich heraus, dass der Mann tatsächlich so schnell fahren durfte: Es handelte sich um einen Notarzt, der auf dem Weg zu einem Rettungseinsatz war.

Offensichtlich vollkommen falsch verstanden hatte ein 56-jähriger Oberhausener die Geschwindigkeitskontrollen der Polizei. Er fuhr mit seinem Pkw am Dienstagabend gegen 21.40 Uhr auf der B 58 in Alpen anstatt der erlaubten 70 km/h mit lediglich 40 km/h. Bei der anschließenden Überprüfung stellte sich schnell heraus, warum der Mann so langsam fuhr. Er sagte: "Ich bin zwar betrunken, aber zu schnell war ich nicht!" Ein Alcotest an Ort und Stelle ergab einen Wert von fast 3 Promille! Er musste sofort seinen Führerschein abgeben. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr und ein mehrmonatiges Fahrverbot.

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Hier geht es zur Infostrecke: Hier wird im Kreis Wesel geblitzt

(ots)
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