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Abrissrabeiten am abgebrannten Platanengrill in Büderich

Dachstuhl ist demontiert : Nach Feuer: Erste Arbeiten an Imbiss-Ruine

Am 2017 ausgebrannten Haus in Büderich im Bereich Weseler Straße/Ecke Kesselbruck sind Abrissarbeiten gestartet.

In zwei Monaten jährt sich zum zweiten Mal der Tag, an dem der Platanengrill in Büderich ein Raub der Flammen wurde. Der Imbiss an der Weseler Straße, Ecke Kesselbruck brannte am 9. April 2017 lichterloh. Seitdem tat sich dort sehr lange nichts, lange wurde der Schandfleck im Ort beklagt. Jetzt haben Abrissarbeiten begonnen. Vom Flachdach über dem Verkaufsraum führt eine Schuttrutsche in einen Abfallcontainer auf dem Bürgersteig. Der Dachstuhl des zum Komplex gehörenden zweistöckigen Wohnhauses an der Ecke ist bereits abgetragen. Damit dürften die Sorgen im linksrheinischen Polderdorf kleiner werden. Denn es gab immer wieder Befürchtungen, dass von dem stark beschädigten Brandhaus Gefahren für Passanten ausgehen könnten.

Diese Sorgen hatte der Büdericher Jürgen Linz in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der CDU-Faktion im Weseler Rat unlängst in einem Antrag an die Stadtverwaltung in Worte gefasst. Darin hatte er auf Bitten von Anwohnern die Möglichkeit von Unfällen wegen herabstürzender Teile des beschädigten Dachstuhls ebenso zum Ausdruck gebracht wie die Nutzungseinschränkungen des Trottoirs wegen der Absperrungen sowie den unschönen Anblick der verwüsteten Immobilie. Letzteres brachte er in Zusammenhang mit der bevorstehenden Neugestaltung der Weseler Straße, die seit der Inbetriebnahme der Umgehung zur Rheinbrücke nicht mehr die Last des B 58-Verkehrs tragen muss. Linz bat in seinem Schreiben um einen Bericht im Fachausschuss.

 Türen und Fenster tragen noch die polizeilichen Verschluss-Siegel.
Türen und Fenster tragen noch die polizeilichen Verschluss-Siegel. Foto: Fritz Schubert
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Was aus dem Platanengrill und dem Wohnhaus nun werden soll, ist unklar. Türen und Fenster sind noch immer mit polizeilichen Siegeln beklebt. Dies gilt als amtlicher Verschluss. Wer diesen unwirksam macht, die Siegel ablöst oder unkenntlich macht, der macht sich, wie darauf zu lesen ist, nach Paragraf 136 Strafgesetzbuch strafbar.

Ermittlungsergebnisse gab es seinerzeit allerdings recht schnell. Die Kriminalpolizei war zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei dem Feuer um Brandstiftung gehandelt hat und hatte den Fall an die Staatsanwaltschaft Duisburg weitergereicht. Wegen „ungewöhnlicher Begleitumstände“ geriet ein Bewohner in Verdacht, der aber angab, in der Brandnacht nicht am Ort gewesen zu sein.

Staatsanwalt Garip Günes-Böhm sagte im Juli 2017, dessen Alibi sei überprüft worden. Es habe den Mann entlastet. Die Ermittlungen sind „mangels hinreichenden Tatverdachts“ eingestellt worden. Dennoch ging man damals weiter fest davon aus, dass es Brandstiftung war, wenngleich laut Günes-Böhm „eine Restwahrscheinlichkeit eines technischen Defekts“ auch nicht ganz ausgeschlossen werden konnte. 22 Monate nach dem Brand ist erstes Aufräumen erkennbar, aber kein Ziel. Der Eigentümer der Immobilie war für eine Stellungnahme zu etwaigen Plänen bislang nicht zu erreichen.