Nur knapp 200 Besucher in der Niederrheinhalle: Abba-Coverband überzeugt in Wesel

Nur knapp 200 Besucher in der Niederrheinhalle : Abba-Coverband überzeugt in Wesel

Nur etwa 200 Zuschauer erlebten in der Weseler Niederrheinhalle die Faszination der schwedischen Pop-Gruppe. Die Fans, die gekommen waren, sangen kräftig mit.

Die Hits von Abba kennt jeder: „Waterloo“, „Chiquita“, „The winner takes it all“, „Mamma Mia“ oder „Dancing Queen“ kann man auch heute noch im Radio hören. Sie sind alle Musikgeschichte und wurden von vier Schweden gesungen. Dass die Musik dieses Quartett auch heute noch begeistern kann, konnte man in Wesel erleben – erstaunlich, dass nur wenige Besucher kamen. „A tribute to Abba“ hieß es am Wochenende in der Niederrheinhalle. Gerade mal knapp 200 Zuschauer waren anwesend. Enttäuschend für solch eine aufwendige Veranstaltung. Dennoch – die Party wurde gefeiert. Wer da war, bereute es nicht.

In einer exzellenten Show führte die Reise in eine Zeit, als Musikstars noch Glitzer-Outfits und Plateau-Schuhe trug. Schrille Klamotten, schöne Lichtprojektionen, Tanzeinlagen von zwei Tänzerinnen sowie erstklassiger Gesang machten die Show zu einem Erlebnis.

Die beiden Paare Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus (dargestellt von Mia Löfgven und Sebastian Gurgel) und Benny Andersson (Marcus Gorstein) als musikalischer Leiter sowie Frida Lyngstad (Evelin Lovenz) machten ihre Sache gut. Ihr Gesang kam dem Sound der Pop-Gruppe sehr nah.

Großen Anteil daran hatte auch Janne Kling, ein 80-jähriger (!) Saxofonist. Er arbeitete schon seit Beginn mit Abba zusammen. Und mit seiner bolivianischen Hirtenflöte, die er immer dabei hat, spielte er den Erfolgs-Hit „Fernando“ – auch an diesem Abend.

Auch das Publikum wurde als Chor mit einbezogen. Bei „I have a dream“ und „Honey, honey“ sangen alle kräftig mit. Das Abba-Fieber war ausgebrochen. Begeistert wurde mitgewippt und rhythmisch mitgeklatscht. Da machte es auch nichts aus, dass nur so wenig Fans gekommen waren.

Kornelia Olawsky aus Issum war mit ihrer Schwägerin Susanne Giese extra zu dieser Show gefahren, denn sie hatte ein Ticket zu ihrem runden Geburtstag erhalten. Den beiden fiel sofort auf, dass das erste B von Abba ihrer Ansicht nach „falsch“ geschrieben war. „Für diese Musik nehmen wir lange Wege in Kauf“, meinte das Geburtstagskind, das von Anfang an Fan dieser Pop-Gruppe ist. Nach genau zwei Stunden war die Träumerei von den 70er Jahren wieder vorbei, die Show endete mit stehenden Ovationen. Schade, sie hätte ruhig länger dauern können, schließlich konnten nicht alle Titel gesungen werden. Am Ende hieß es „Thank you for the music“ – Danke für tolle Musik, Abba!

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