513 Leuchten im Hamminkelner Stadtkern erneuert

Besseres Licht : 513 Leuchten im Stadtkern erneuert

Die Stadtverwaltung und Innogy haben die Straßenbeleuchtung in Hamminkeln mit LED-Lampen bestückt. Das rechnet sich, spart Energie und leuchtet die Straßen besser aus.

Es war 16.42 Uhr, als es der Dämmerungssensor in Hamminkelns Mitte für dunkel genug befand, die Straßenbeleuchtung im Ortskern am Montagabend anspringen zu lassen. Die neuen LED-Lampen erhellten die vielbefahrene Kreuzung Brüner/Ringenberger/Blumenkamper Straße zielgenau, eine Sicherheitsverbesserung angesichts des bei Regen nassspiegelnden Asphalts. Anders als die herkömmlichen Lampen mit ihrem Streulicht ist die moderne Technik auch noch effektiver, kostengünstiger und energiefreundlicher.

Stadtverwaltung und der Energiekonzern Innogy haben Hamminkelns Straßenbeleuchtung modernisiert, 513 von rund 3000 Laternen im Stadtgebiet sind neu mit LED-Lampen versehen. Damit erhöht sich der Anteil innovativer Straßenlampen im Stadtgebiet auf 56 Prozent. Das gilt im Vergleich als hoher Wert.

Mit dieser Bilanz zeigten sich der Technik-Chef im Rathaus, Bernhard Payer, Innogy-Kommunalbetreuer Dirk Krämer und Projektleiter Diethard van Gelder zufrieden. Technisch wurden die alten Lampenköpfe komplett abgenommen und die neuen LED-bestückten installiert. Zuvor waren in einem längeren Prüfungsprozess die Stellen ausgesucht worden, an denen die Straßenbeleuchtung mit dem wirtschaftlichsten Effekt ausgetauscht werden konnten. „Die Auswahl der umzustellenden Leuchten erfolgte mit dem Ziel, mit jedem investierten Euro eine möglichst hohe Energieeinsparung bei verbesserter Lichtqualität zu erzielen“, sagte Dirk Krämer. Weitere nicht so attraktive LED-Ersatzstellen werden nächstes Jahr geprüft, 2021 könnte dann ein weiterer Schub LED folgen. Mit der bisherigen Aktion können jährlich 141.000 Kilowattstunden eingespart werden. Der Kämmerer muss 25.000 Euro Stromkosten weniger überweisen. Amortisiert hat sich das Vorhaben in über vier Jahren. Die Lebensdauer der LED-Lampen, so wird zugesichert, liegt übrigens bei 60.000 bis 80.000 Stunden. 4000 Stunden jährlich geht der Innenstadt das Licht auf. Die Stadt schreibt sich auch mehr Klimaschutz auf die Fahnen. 80 Tonnen des klimaschädlichen Gases CO2 werden nun jährlich allein durchs Straßenlicht eingespart. „Gemeinsam mit innogy leisten wir so einen weiteren guten Beitrag für den Klimaschutz“, findet Bürgermeister Bernd Romanski.

Entdeckt hat die Kommune mit der LED-Ausstattung noch ein anderes Thema: die sogenannte Lichtverschmutzung. Bernhard Payer betonte, dass die moderne Straßenbeleuchtung im Vergleich zu konventionellen Leuchten das Licht besser abschirmen kann. Heißt: LED lässt sich auf bestimmte Flächen konzentrieren und streut nicht wahllos in alle Richtungen. Vorteilhaft sei auch, dass die Technik wegen der nicht vorhandenen UV-Strahlung als „äußerst insektenfreundlich einzuordnen ist“.