Wesel: 22 Fragen an . . . Alfred Grimm

Wesel: 22 Fragen an . . . Alfred Grimm

Regelmäßig beantworten an dieser Stelle Prominente vom Niederrhein unsere 22 bunten Fragen. Heute sagt der Hünxer Künstler Alfred Grimm, womit man ihn glücklich macht, an was er glaubt und mit wem er am liebsten lacht.

1. Womit macht man Sie glücklich? Dass ich innerhalb der Familien- und Freundeskreise so leben kann, wie es jetzt möglich ist. An vielen kleinen Dingen und kurzen Ereignissen im Alltag kann ich tiefe, innere Freude empfinden. Besonders wenn mir im Atelier etwas Großartiges, Schöpferisch-Neues gelingt.

2. Wenn Sie die nächsten 24 Stunden komplett frei hätten, was würden Sie unternehmen? Vielleicht mit meiner Frau kurz hinter die Grenze nach Holland fahren und den gemeinsamen Tag genießen.

3. Was war die beste Party, die Sie je besucht haben? Ich habe an vielen, vielen lustigen, lebensfrohen und ausladenden Feiern im Laufe meines Lebens teilnehmen dürfen.

4. Schon mal was wirklich Verbotenes gemacht - und was? Als kleiner Junge habe ich schon einmal im Kino eine Eintrittskarte zurechtgeschnitten und den Eintritt umsonst erlangt.

5. Wer ist Ihr größtes Vorbild und warum? Es gibt Menschen, vor denen ich Hochachtung habe. Das sind viele Künstler wie Brueghel, Dürer, Rembrandt, van Gogh, Mondrian, aber auch Luther, Goethe, Bonhoeffer, Helmut Schmidt.

6. An was glauben Sie? Dass mit Essen, Trinken und Sich-Vermehren nicht alles in dieser Welt erledigt ist. Ich glaube ernsthaft an einen geistigen, auch christlich geprägten Teil unserer menschlichen Welt - wobei ich auch um Not, Krieg, Krankheit und Bedrohungen weiß.

7. Bei welchem Film haben Sie im Kino schon mal geweint? "Love Story". Als zum Ende des Films meine Frau leise anfing zu schluchzen, war auch für mich kein Halten mehr. Ich habe hemmungslos geweint. Das passiert heute noch im Kino, vor dem Fernseher und zuletzt in der Oper "Madame Butterfly".

8. Wohin gehen Sie, wenn Sie richtig entspannen wollen? Meistens ins Bett oder ins Atelier.

9. Was bedeutet Ihnen Mode? Interessiert mich nicht. Ich trage, was mir gefällt: bequeme Arbeitssachen, auch elegante Kleidung, farbige Krawatten, bunte Hemden.

10. Mit wem lachen Sie am liebsten und worüber? Wenn ich mit der Familie - besonders mit der Enkelin Paula und den beiden Enkeln Jakob und Lou spiele - oder mit Freunden oder der Nachbarschaft zusammensitze, speise, trinke, plaudere, feiere ... und über eine geistreiche Bemerkung oder einen - auch derben Bauernwitz - herzlich lachen kann.

11. Welches war das beste Konzert, das Sie je besucht haben? Die Aufführung der Oper "Ein Maskenball" von Verdi in Duisburg am 21. Januar. Herrliche Stimmen, präzises Orchester, das lebendige Bühnenbild, die passenden Kostüme, der Inhalt mit der ganzen menschlichen Tragik ... alles in einer grandiosen, spannenden Inszenierung! Es war ein überwältigendes Ereignis.

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12. In welcher Stadt würden Sie lieber leben als hier? Es gibt keinen Ort auf der Welt, in dem ich lieber lebte, als in Hünxe-Bruckhausen.

13. Wenn Sie entscheiden dürften, wer sollte nächster Fußball-Bundesligameister werden? Das ist mir völlig egal: Die beste, stärkste und erfolgreichste Mannschaft soll es werden.

14. Was ist das größte Geschenk, das Sie je erhalten haben? Vielleicht meine Frau und meine Söhne und deren Familien und die Tatsache, dass ich mich künstlerisch entfalten kann.

15. Was machen Sie bei Regen? Wenn der Regen bei uns allzu lange andauert, bekomme ich eine leichte Depression und verkrieche mich ins Atelier.

16. Wenn Sie ein Tier wären, welches wäre das? Ich kann mich ganz gut in einen Kater hineinversetzen.

17. Was können Sie am besten kochen? Ich würde, wenn es sein müsste, vielerlei Essen zubereiten und würde nicht darben. Es reicht mir aber ein leckeres Frühstück mit Spiegelei, Schinken, Weißbrot und Tee.

18. Wer hat für Sie welche Spitznamen? Meine Klassenkameraden nennen mich heute noch "Alfi". Meine Frau und Freunde auch "Ali".

19. Was ist Ihr Traumland? Ich finde Deutschland, die Niederlande und Frankreich liebenswert - und Europa im Allgemeinen. Das langt!

20. Welche historische Figur wären Sie gerne gewesen? Keine. Meine Existenz reicht mir. Wenn ich zu einer anderen Zeit hätte leben sollen? Dann die gefährliche Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert (Lutherzeit) oder die ebenfalls unsichere Wende zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert (Goethezeit). Aber die jetzige Zeit, das ist meine Zeit!

21. Was machen Sie in zehn Jahren? Ich hoffe, dass ich dann noch lebe, mit vielen Menschen, die ich kenne, zusammen sein und feiern ... und im Atelier stehen und arbeiten kann.

22. Komplettieren Sie diesen Satz: Wenn es mich nicht gäbe... ... wäre die Welt, was man jetzt noch nicht einsieht, künstlerisch ein schönes Stück ärmer.

(RP)