Wesel: 18-Millionen-Projekt soll bald starten

Wesel: 18-Millionen-Projekt soll bald starten

CDU-Fraktion hat Fragen zum verzögerten Bauvorhaben an der Kreuzstraße.

Noch immer tut sich nichts auf dem Areal des früheren Kreiswehrersatzamtes, der aktuell wohl größten Baustelle Wesels. Doch soll sich das spätestens Ende April ändern. Wie unsere Redaktion gestern auf Anfrage bei Wolfgang Jenz, dem Vorstandsmitglied der Wohnungsbaugenossenschaft Wesel (WBW), erfuhr, sollen in zweieinhalb Wochen die ersten Baumaschinen im Bereich Kreuzstraße/Esplanade anrollen. "Dann werden unsere Erdarbeiten beginnen. Denn die Baugrube ist schon jetzt so gut wie fertig." Gründe, warum sich die im Herbst 2017 begonnenen Abrissarbeiten, die eigentlich nach sechs Wochen hätten abgeschlossen sein sollen, derart in die Länge gezogen haben, konnte Jenz nicht nennen. "Da müssen Sie Herrn Hofmeister fragen, der für uns den Abriss geleitet hat." Ob Hermann Hofmeister, liiert mit der geschassten Ex-Bauvereins-Chef Annett Leuchtmann, allerdings noch als Projektleiter zuständig ist, wisse er nicht nicht, so Jenz. "Natürlich bin ich das", erklärte Hofmeister gestern auf Anfrage.

Sollte künftig alles nach Plan laufen, hofft man bei der WBW, dass die 28 barrierefreien Mietwohnungen im Mittelteil des 18 Millionen Euro teuren Vorzeigeprojektes im Herbst 2019 bezugsfertig sein werden. Etwas mehr als 30 Mietwohnungen will bekanntlich der Bauverein errichten. Baustart soll nach Auskunft von Bauvereins-Vorstand Franz Michelbrink in gut vier Monaten sein. "Genauer gesagt dann, wenn die Kellerdecke der Wohnungsbaugenossenschaft fertig gegossen ist." Auf dieses Vorgehen habe man sich von Anfang an verständigt.

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Der offensichtliche Stillstand des Bauvorhabens, zu dem auch der Neubau der Radiologie am Marien-Hospital gehört, hat die CDU-Fraktion bewogen, Bürgermeisterin Ulrike Westkamp mehrere Fragen zuzusenden. Fraktionschef Jürgen Linz möchte im nächsten Stadtentwicklungsausschuss wissen, was die Ursache für die Verzögerung war. Weitere Fragen lauten: "Stimmt die Behauptung, dass die Stadt für eine massive Verzögerung des Bauvorhabens (im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag) verantwortlich ist? Gibt es für die drei Bauprojekte nunmehr eine Gesamtleitung und in wessen Händen liegt diese? Sind aufgrund des Vorstandswechsels beim Bauverein Mehrkosten für das Bauvorhaben zu erwarten?"

(RP)