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Kreis Wesel: 1102 Wohnungen neu gebaut - Zahlen rückläufig

Kreis Wesel : 1102 Wohnungen neu gebaut - Zahlen rückläufig

Im Kreis Wesel sind im vergangenen Jahr 1102 Neubauwohnungen entstanden - 452 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern. 2017 wurden damit 15 Prozent weniger neue Wohnungen gebaut als noch im Vorjahr. Darauf weist das Verbändebündnis Wohnen hin, in dem sich Baugewerkschaft IG BAU und Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben.

Das Bündnis beruft sich bei den Zahlen auf die aktuelle Bau-Bilanz der fertiggestellten Wohngebäude des Statistischen Bundesamts.

Insgesamt haben 2017 die Bauherren im Kreis 275,3 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. "Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn der Kreis Wesel seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will. Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen ist die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch Nordrhein-Westfalen betroffen ist", sagt Holger Vermeer (IG BAU) vom Verbändebündnis Wohnen.

Insgesamt seien bundesweit 2017 nicht einmal 285.000 Wohnungen neu gebaut worden. Dabei habe die Große Koalition von CDU/CSU und SPD eine ganz andere Messlatte gelegt: 1,5 Millionen Neubauwohnungen bundesweit bis 2021 - also 375.000 pro Jahr. "Das bedeutet, dass der Wohnungsneubau schon in diesem Jahr um satte 32 Prozent zulegen müsste. Danach sieht es allerdings bislang weder in NRW noch bundesweit aus", so Vermeer.

Das Verbändebündnis Wohnen fordert den Bund, das Land und auch die Kommunen auf, mehr für den Wohnungsbau zu tun. Vor allem für den bezahlbaren Wohnraum. Also für Menschen ohne "extra dickes Miet-Portemonnaie": "Gerade für den sozialen Wohnungsbau muss deutlich mehr getan werden. Ebenso für den Neubau von Wohnungen, bei denen sich die Menschen die Miete auch leisten können", so Vermeer.

Auch das Wohneigentum im Kreis Wesel müsse endlich wieder effektiv gefördert werden.

(RP)