Wermelskirchen: "Zwischendurch" ist ein Dauerbrenner

Wermelskirchen: "Zwischendurch" ist ein Dauerbrenner

Vor 30 Jahren gründeten Wermelskirchenerinnen einen Kegelclub. Sieben Gründungsmitglieder sind heute noch dabei. Unter den Frauen hat sich eine große Freundschaft entwickelt.

Als sie sich vor 30 Jahren zum Kegelclub "Zwischendurch" formierten, waren sie allesamt Wermelskirchener "Mädels", die sich aus einer Turngruppe beim damaligen TuS Niederwermelskirchen (heute: TuS Wermelskirchen) zusammenfanden. Bis heute hat es die acht Keglerinnen von "Zwischendurch", von denen sieben Gründungsmitglieder sind, in alle "Himmelsrichtungen" verschlagen. Fünf der "Zwischendurch"-Keglerinnen leben noch in unmittelbarer Nähe der Gründungsregion Tente/Hilgen. Dem Bestand des Clubs hat das jedoch keinen Abbruch getan, nach wie vor treffen sich die Kegeldamen einmal im Monat in "Alten Landhaus" in Burscheid-Hilgen.

Für dieses monatliche Treffen nehmen Conny Jüntgen (aus Hilden), Gaby Heuser (aus Gelsenkirchen) und Regina Neller-Lorenz (aus Lohmar) sogar einige Kilometer Anfahrt auf sich. "Wir sind der Liebe wegen in andere Städte gezogen, deshalb ist unser Club jetzt sozusagen ,international'", erzählt die 60-jährige Conny Jüntgen mit einem Augenzwinkern. Die Freundschaft, die sich im Kegelclub "Zwischendurch" unter den Frauen entwickelt hat, will aber keine der Keglerinnen missen. "Wir feiern Geburtstage oder Karneval gemeinsam und helfen uns zudem in privaten Dingen gegenseitig", sagt Gaby Heuser. In den vergangenen drei Jahrzehnten seit der Clubgründung habe es wie in einer Ehe zu den Höhen auch Tiefen gegeben - der eine oder andere Zwist musste beigelegt werden. "Wir reden miteinander und erinnern uns an schöne, gemeinsame Erlebnisse. Dann raufen wir uns zusammen und es geht weiter", berichtet Maria Jäger (57 Jahre). Und fügt hinzu: "Unser größter Wunsch ist es, noch lange wie jetzt zusammen zu bleiben und dass es so vergnüglich bleibt."

Der Kegelclub "Zwischendurch" ist rege. Zu den monatlichen Kegelabenden gesellt sich die jährliche Kegeltour, die zum Jubiläum in diesem Jahr eine Rhein-Schifffahrt war. "Die Touren haben uns schon in viele Regionen Deutschlands geführt, aber auch Mallorca war schon als Ziel dabei", erinnert sich Maria Jäger. Obendrein fahren die Damen in der Adventszeit stets zu Kölner Weihnachtsmärkten und wandern im Sommer durch das Bergische Land. Ab und an stehen Kartenspieleabende auf dem Terminkalender von "Zwischendurch".

Wenn es um die "alle Neune" geht, haben die Keglerinnen unter sich keinen turmhohen Favoriten. "Wir haben kein Mitglied, dass allen anderen deutlich überlegen ist. Wer gewinnt, ist abhängig von der Tagesform", beschreibt Gaby Heuser das monatliche Treiben an der Kegelbahn. Aber, so Helga Podzielny: "Der Club betreibt den Kegelsport eh zum Spaß und nicht unter Wettkampfgesichtspunkten."

Die acht Frauen, die früher gerne an Stadtmeisterschaften teilgenommen haben, die inzwischen nicht mehr ausgerichtet werden, bedauern, dass die Zahl der Kegelclub immer weiter abnimmt: "Kegeln wird leider immer weniger." Ein Grund dafür nennt Jutta Steinhaus aus Wermelskirchen: "Es ist einfach gerade nicht 'in'."

(sng)