Zweite Auflage des „Back Yard Skate Jam“ am Bahndamm

„Back Yard Skate Jam“ am AJZ Bahndamm : Weniger Teilnehmer, viel Nachwuchs beim Skateboard-Wettbewerb

Back Yard Skate Jam in Wermelskirchen

Die zweite Auflage des „Back Yard Skate Jam“ am AJZ Bahndamm kann nicht an den Erfolg der Premiere aus dem vergangenen Jahr anknüpfen.

Obwohl das Wetter dank Sonnenschein mitspielte, war die Terminwahl wohl nicht ganz so glücklich, denn an den Erfolg der Vorjahrespremiere, die 2017 kurz vor den Sommerferien stattfand, konnte die zweite Auflage des „Back Yard Skate Jam“ auf den beiden Rampen am Bahndamm nicht anknüpfen. Mit 13 Teilnehmern und knapp 100 Zuschauern blieben die Zahlen hinter denen des vergangenen Jahres zurück. Erfreut zeigten sich die Organisatoren von den Vereinen „Flip Off“ und „Rollrausch“ darüber, dass sich am Nachmittag viele Familien mit Kindern unter die Zuschauer mischten. „Der Nachwuchs ist da, der Sport ist und bleibt beliebt“, stellte der „Flip Off“-Vorsitzende André Finger fest.

Als Misserfolg wollte Finger den zweiten Skateboard-Wettbewerb deshalb auch nicht verstanden wissen: „Man steckt da halt nicht immer drin. Das ist schade, mehr Teilnehmer wären schön gewesen.“ Fest steht für die Veranstalter bereits jetzt: „Es wird 2019 eine dritte Veranstaltung geben.“ Dann wollen Finger und seine Mitstreiter auf die vielen jungen Gäste reagieren: „Wir werden dann ein Kinder-Areal mit Spiel-Ecke und Gesichter-Schminken einrichten. Schon jetzt sind der Grill und der Waffelstand sehr gut angekommen.“ Letztlich zeige die Anwesenheit der Kinder, die demnächst Jugendliche werden, dass der Bedarf für einen Jugendfreizeitpark mit Skate-Rampen vorhanden sei.

Untermalt von Musik der „Wild Mix“-DJs traten die Skateboarder auf ihren Rollbrettern in drei Durchgängen gegeneinander an. Zuerst zwei Durchläufe mit jeweils 45 Sekunden pro Teilnehmer gefolgt von der Endrunde mit je 60 Sekunden für die sechs Finalisten. „Die Sportler hatten insgesamt kein extrem hohes Niveau, das Feld lag aber sehr dicht beieinander“, kommentierte Jorge de Miguel, der mit Mirko Gratza und Norman Tumescheidt die Jury bildete. Das sei jedoch bei einer Veranstaltung für Amateure auf vergleichsweise kleinen Anfängerrampen erwartungsgemäß. Die Juroren bewerteten den Schwierigkeitsgrad sowie die Ausgefallenheit der Sprünge, den Stil der Skater und unter anderem auch, ob beim Fahren die gesamte Rampe ausgenutzt wurde. Den ersten Platz sicherte sich letztlich Kai, gefolgt von „Oze“ und Eric, der mit neun Jahren jüngste Teilnehmer beim Contest. Die Gewinner konnten sich über Rollen, Kugellager und Decks, wie die „Bretter“ der Skateboards bezeichnet werden, freuen. Als Trostpreise gab es zudem Socken, Sonnenbrillen und spezielle Schraubenschlüssel für Skateboards. „Das sind schon hochwertige Hammerpreise. Davon konnten wir früher nur träumen“, lächelte Jorge de Miguel, der zu den Wermelskirchenern gehört, die einst noch in der Bogenbinderhalle der Kattwinkelschen Fabrik die ersten Versuche auf dem Rollbrett unternahmen.

Am AJZ Bahndamm fand die zweite Auflage des „Back Yard Skate Jam“ statt. Leider war die Zahl der Beteiligten geringer als bei der Premiere 2017. Foto: Singer

Der zweite „Back Yard Skate Jam“ endete schließlich mit einem Konzert der beiden Bands „The Messersmith“ und „March“, womit gleichzeitig der Start in die neue Saison des Bahndamms nach der Sommerpause gefeiert wurde.

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