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„Zukunft Wermelskirchen“ fordert ein Konzept gegen Vandalismus

Sicherheitsgefühl : „Zukunft Wermelskirchen“ fordert ein Konzept gegen Vandalismus

Der Verein „Zukunft Wermelskirchen“ fordert eine detaillierte Dokumentation über die Kosten, die jährlich durch Vandalismus entstehen. Das sei nach den jüngsten Vorfällen in der Hüppanlage dringend geboten.

Nach den jüngsten Vorfällen in der Hüppanlage, wo Schüler am Freitagabend randalierten, Müll und Glasscherben hinterließen, meldet sich der Verein „Zukunft Wermelskirchen“ zu Wort. „Kosten, die jährlich durch Vandalismus entstehen, werden im Haushalt der Stadt nicht transparent aufgeführt. Eine detaillierte Dokumentation empfiehlt sich aber dringend“, schreibt Vorsitzender Andreas Müßener, der auch Ratsmitglied ist, in einer Pressemitteilung.

Seit Anfang 2016 ist die Polizeiwache in Wermelskirchen Vergangenheit. Viele Bürger wünschten sich aber alternative und kompensatorische Ideen, um die große Lücke beim Thema Sicherheit und Ordnung wieder auszugleichen. Zunächst solle die Sprechstundenzeit des Bezirksdienstes der Polizei im Rathaus deutlich erhöht werden, fordert der Verein.

Eine ausführliche Begutachtung des Vandalismus bringe erhebliche Vorteile. So könnten Gebiete der Stadt ermittelt werden, in denen Vandalismus besonders häufig auftritt. Prävention sei ein wichtiges Thema. Maßnahmen wie bessere Freizeitangebote für Jugendliche oder Workshops, bei denen man interaktiv mit der Jugend in Kontakt tritt, dienten zur Bewältigung dieses Problems.

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Schulsozialarbeiter sollten Fälle von Vandalismus mit den Schulklassen diskutieren. Auch das Kinder- und Jugendparlament könnte einen Ideenkatalog entwickeln. Denn hier könnten sich die Jugendlichen untereinander austauschen und gemeinsam Verbesserungsvorschläge entwickeln. Das Jugendstrafrecht vor Ort sollte konsequent angewendet werden. Beschleunigte Verfahren sollten dazu dienen, Geschehnisse zeitnah aufzuarbeiten.

Der Grundsatz der Schadenswiedergutmachung könnte die außergerichtliche Konfliktregelung stärken. Sozialstunden sollten an den Stellen angewendet werden, wo Vandalismus direkt auftritt.

(pd)