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Zünftiger Frühschoppen beim Dorffest in Dabringhausen.

Jubiläums-Frühschoppen beim Dorffest Dabringhausen : Wo Bleek die weiße Flagge schwenkt

Zum 25-jährigen Bestehen des Dorffestes in Dabringhausen gab es einen zünftigen Frühschoppen in Dirndl und Krachlederner.

Der Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Dhünn musste sich für seinen Besuch bei zünftigen Jubiläums-Frühschoppen zum 25-jährigen Bestehen des Dorffestes in Dabringhausen nicht „verkleiden“. Schließlich ist Frank Jäger dafür bekannt, fast immer mit Krachlederner bekleidet zu sein. Viele der Gäste folgten dem Wunsch des Festkomitees zum Frühschoppen in zünftiger Tracht zu kommen, so prägten fesche Dirndl und robuste Hirschleder-Knickerbocker das Bild auf dem Dorfplatz, das musikalisch von Klängen des Dabringhausener Blasorchesters untermalt wurde.

„Wir haben uns heute als Frank Jäger verkleidet. Alle auf dem Dawerkuser Dorfplatz sehen aus wie Frank Jäger aus Dhünn – das ist wahre Völkerverständigung“, scherzte Tim Tiede von Festkomitee in seiner Moderation. Das griff Bürgermeister Rainer Bleek in seiner Ansprache mit nicht weniger Humor auf: „Dhünn und Dabringhausen wollen sich solidarisieren. Dann ist für Wermelskirchen höchste Alarmstufe ausgerufen.“

Die Grunewalder Tanzcorps brachten mit ihren Auftritten tänzerischen Schwung in den Frühschoppen. Ihre weiße Fahne, mit denen die grün-weißen Tanzmariechen und -offiziere stets zum Auftritt einziehen, drückte Tim Tiede dem ersten Bürger Wermelskirchens in die Hand: „Schon mal zur Übung. Die Friedensflagge muss der Bürgermeister schwenken, wenn wir aus Dabringhausen und Dhünn ins Rathaus stürmen.“

Zu den Gratulanten und Rednern beim Frühschoppen zählten auch Landrat Stephan Santelmann und der rheinisch-bergische Landtagsabgeordnete Rainer Deppe. Besonders begrüßte Harry Tiede, einzig noch im Festkomitee aktives Mitglied aus der Gründungsphase des Dorffestes, das vor 25 Jahren die damalige Kirmes ablöste, seine Mitstreiter aus dem Kegelclub „Linke Bazillen“. Die hatten vormals bei der Kirmes im Festzelt stets die Bewirtung gestemmt, in ihrem Dunstkreis entwickelte sich die Idee zum Dorffest. „Damals haben wir noch auf der Leiter gesungen, heute schaffen wir es kaum noch hierhin“, sagte Harry Tiede mit einem Lachen angesichts der nicht jünger werdenden „Bazillen“. Harry Tiede weiter: „25 Jahre Dorffest ist wie die Silberhochzeit – das schaffen viele nicht.“