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Wermelskirchen: Zahl der Sportabzeichen wieder gestiegen

Wermelskirchen : Zahl der Sportabzeichen wieder gestiegen

Für viele Wermelskirchener ist es jedes Jahr ein absolutes Muss: das Ablegen der Prüfung für das Sportabzeichen.

Montagabend (18 Uhr, Gaststätte "Centrale") findet die Verleihung des Sportabzeichens 2011 statt. Vor allem Grundschüler machen gerne das Sportabzeichen, sagt Stephan Becker, Sportabzeichenobmann im Stadtsportverband.

Wie viele Sportabzeichen 2011 werden verliehen?

Becker In diesem Jahr sind es 632 Sportabzeichen. Im Vergleich zum Vorjahr, als 560 Abzeichen verliehen wurden, ist die Zahl wieder gestiegen. Das ist sehr erfreulich. Meine Prognose ist, dass wir mit dem Ergebnis kreisweit wieder unter den besten drei Städten landen.

Welche Altersklasse ist sportlich am aktivsten?

Becker Den größten Teil machen die Jugendlichen aus. Dabei muss man vor allem die vier Grundschulen — Schwanenschule, Haiderbach, Ost und St. Michael — hervorheben. Dort ist die Quote erfreulich hoch.

Das liegt aber auch an der Werbung durch die Lehrer, oder?

Becker Das stimmt. Es hängt immer davon ab, wie sehr sich die Schulen dafür einsetzen, dass die Kinder und Jugendlichen das Sportabzeichen machen. Die Grundschulen leisten da hervorragende Arbeit.

Wie sieht es bei den weiterführenden Schulen aus?

Becker Es ist auffällig, dass die Zahl der Sportabzeichen bei den Schülern nach dem Wechsel auf eine weiterführende Schule deutlich zurückgeht. Nur vereinzelt machen die jungen Sportler dann noch ihr Abzeichen — meist läuft das dann über die Sportvereine.

Schafft man die Prüfung auch ohne Training?

Becker Das ist schwierig. Viele Sportler brauchten das Abzeichen für ihre Bewerbung, zum Beispiel bei der Polizei. Sie wollten die Prüfung spontan ablegen, das hat in den meisten Fällen nicht hingehauen.

Welche Prüfungen gibt es?

Becker Es gibt Prüfungen in folgenden Bereichen: Schwimmen, kurze Laufstrecke, lange Ausdauerdisziplin, Wurf und Sprung. Es gibt dafür eine Gruppe von ehrenamtlichen Prüfern, die das schon viele Jahre machen. Ohne sie wäre das natürlich alles nicht möglich.

Sebastian Radermacher führte das Gespräch.

(RP)