Wermelskirchen Wunschbrunnen bringt das Geschwisterchen

Wermelskirchen · Mira Anders ist ein Wermelskirchener "Christkind". Sie erblickte am Freitag das Licht der Welt. Eltern und Bruder Tom sind stolz.

 Annika (37 Jahre) mit Ehemann Oliver Anders (32 Jahre), Sohn Tom (5 Jahre) und Mira, die am Freitagmorgen, 8.28 Uhr, das Licht der Welt erblickte. Duie Neugeborene war bei der Geburt 3920 Gramm schwer und 51 Zentimeter groß.

Annika (37 Jahre) mit Ehemann Oliver Anders (32 Jahre), Sohn Tom (5 Jahre) und Mira, die am Freitagmorgen, 8.28 Uhr, das Licht der Welt erblickte. Duie Neugeborene war bei der Geburt 3920 Gramm schwer und 51 Zentimeter groß.

Foto: J. Moll

Mit freudiger Erwartung wird am Heiligen Abend dem Eintreffen des Christuskindes entgegengefiebert. Das kleine Wesen, welches laut biblischer Überlieferung Freude und Frieden mit sich bringt, ist das lebendig gewordene Wunder von Maria und Josef.

Für Annika und Oliver Anders kam ihr persönliches Wunder schon drei Tage zuvor auf die Welt: Am vergangenen Freitag wurde Annika Anders die kleine Mira geboren. Per Kaiserschnitt holten die Ärzte Mira — für die Eltern und auch den großen Bruder Tom ein besonderes Weihnachtsgeschenk. "Anfang des Jahres hat Tom Geld in einen Wunschbrunnen geworfen und sich ein Geschwisterchen gewünscht", erinnert sich Annika Anders. Bei einem Familienessen beschwerte sich der Fünfjährige, dass die Erfüllung seines Wunsches ganz schön lange dauere — doch da war Mutter Annika bereits schwanger.

"Wir haben Tom dann erzählt, dass er eine Schwester bekommt", erzählt die 32-Jährige. Dass es ein Mädchen wird, hat bei dem Fünfjährigen jedoch noch zwieträchtige Gefühle ausgelöst. "Wenn sie immer mit Barbies spielen will, dann mache ich nicht mit. Aber wir können nächstes Jahr zusammen Plätzchen backen", sagt Tom. Auch der Name seiner Schwester ist nicht ganz sein Fall: "Melina oder Nelly gefällt mir besser, denn so heißen meine Freundinnen aus dem Kindergarten und die sind jetzt sogar schon in der Schule", erzählt Tom.

Für den ersten Besuch bei seiner Schwester hatte er schon frühzeitig ein Geschenk ausgesucht — und beim Auspacken des kleinen Stoffpferdes freudig mitgeholfen. "Eigentlich haben wir uns ein Sommerkind gewünscht", erzählt Annika Anders und lacht. Aber es komme ja immer anders, als man plane "und wir sind auch so sehr zufrieden. Mir ging es während der gesamten Schwangerschaft super." Mit einem Kleinkind seien die neun Monate zwar anstrengender, trotzdem genieße die kleine Familie die besinnliche Zeit und schaffe sich kleine Inseln der Ruhe. "Wir haben uns häufig hingesetzt, einen Tee getrunken und Weihnachtsgeschichten gelesen", erzählt Annika Anders.

Obwohl Mira ein Weihnachtskind ist, habe die Familie im Vorfeld nicht allzu viel darüber gesprochen: "Uns war es wichtig, nicht im Vorfeld Eifersucht zu schüren. Tom hat immer wieder gefragt oder auch mal den Bauch gefühlt, wenn sich die Kleine bewegt hat", sagt Annika. Doch die Zeit sei auch schnell verflogen und vollgepackt gewesen mit Dingen, die es noch zu erledigen galt.

"Ich bin gelernter Elektriker und derzeit in der Endphase meiner Meisterschule. Nebenbei habe ich noch bei den Renovierungsarbeiten bei Freunden geholfen", berichtet Oliver Anders. Dabei ist das Kinderzimmer für die kleine Mira noch gar nicht fertiggestellt: "Es wäre schön, wenn wir sagen könnten, es sei in den letzten Zügen. Aber leider ist es eher eine Baustelle", sagt er und lacht.

Insgesamt sei er aber sehr viel gelassener als beim ersten Kind. "Natürlich ist die Aufregung da. Aber ich weiß, was auf mich zukommt", erzählt der 32-Jährige. Und auch der fünfjährige Tom ist gut vorbereitet: Gemeinsam mit einer Freundin aus dem Kindergarten hat er beim Mutter-Vater-Kind-Spiel fleißig das Wechseln der Windeln am Stofftier-Hasen geübt. "Aber ich mache das nur manchmal, sonst muss das immer die Mama machen", stellt Tom schon jetzt fest.

(RP/rl)
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