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Wermelskirchen: "WiW-Vorstand klebt nicht an seinen Ämtern"

Wermelskirchen : "WiW-Vorstand klebt nicht an seinen Ämtern"

Der Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins WiW, Frank von Juterzenka, nimmt jetzt Stellung zu der vielfachen Bürgerkritik an der erstmalig fehlenden Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt.

Und er bezieht sich auch auf seinen angekündigten Rücktritt: "Die Geschäftsführung klebt nicht an ihren Ämtern", schreibt von Juterzenka und meint damit den Vorstand des Vereins. Denn WiW hat nach Ausscheiden von Heinrich Niehaves keinen Geschäftsführer mehr. Er bietet den Vereinsmitgliedern an, Ämter in der "Geschäftsführung" zu übernehmen: "Ich würde mich freuen", schreibt der derzeitige Vorsitzende auf der Homepage des Vereins.

Dort gibt von Juterzenka denn auch zu, dass der Verein tatsächlich selbst auf den städtischen Zuschuss von 20 000 Euro verzichtet hat, "um unseren Beitrag zu den Sparmaßnahmen der Stadt zu leisten".

An anderer Stelle steht aber auf derselben Homepage immer noch die diesem genau widersprechende Darstellung von WiW: "Der für April 2011 erwartete städtische Marketingzuschuss in Höhe von 20 000 Euro fiel haushaltsbedingt aus, folglich auch die im vorherigen Jahr bereits geplante schrittweise Erneuerung der Weihnachtsbeleuchtung."

Der WiW-Vorsitzende sagt jetzt aber auch, der Zuschuss wäre nur gezahlt worden, wenn der städtische Haushalt dies zugelassen habe, und verweist damit auf die Kündigung der Stadt. Wie die BM gestern berichtete, hat die Stadt dem Verein den Zuschuss und die Gestellung des Mitarbeiters aber erst für 2012 und nicht bereits für 2011 mit Hinweis auf die Haushaltssituation gekündigt.

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Zu der Tatsache, dass sich WiW entgegen der Ankündigung von Maximilian Fresen doch am Landratswahlkampf der Grünen beteiligt hat, erklärt von Juterzenka, "die Geschäftsführung" macht für niemanden Wahlkampf. Es sei vollkommen in Ordnung gewesen, für die Grünen eine Stadtführung zu machen. "Und dazu laden wir auch alle anderen Parteien ein, auch vor Wahlterminen", räumt von Juterzenka ein.

Im Gespräch hatte Maximilian Fresen aber zugegeben, dass der Kandidatenbesuch der Grünen tatsächlich Wahlkampf sei und zugesichert, er werde den Termin deshalb absagen.

Dennoch hatte er den Termin nicht abgesagt. Vielmehr hatte WiW nach Auskunft der Grünen die Gelegenheit genutzt, politische Themen aufs Tapet zu bringen, wie ihre Forderung nach einem weiteren hauptamtlichen Mitarbeiter. Dennoch sagt von Juterzenka jetzt: "WiW ist politisch neutral."

(RP)