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Wermelskirchen: Willi Birkmann ist Hahneköpp-Edelmann

Wermelskirchen : Willi Birkmann ist Hahneköpp-Edelmann

Nach König- und Kaiserehren hat der Hahneköppverein "Stumpf" erstmals einen Edelmann.

Wird's ein neuer König? Oder gar ein Edelmann? Die Wetten an den Stehtischen gestern Abend auf dem Stumpfer Knappen waren mehr auf Rainer Siebenhaar und Bernd Ippendorf (beide erlangten bisher nur die Königswürde) fixiert. Beide hatten in den 80er Jahren das Rennen gemacht, als noch zehn bis 15 Teilnehmer angetreten waren. Doch Willi Birkmann, der Routinier aus Stumpf, machte das Rennen beim 82. Hahneköppen: Mit dem 162. Degenhieb in der neunten Runde trennte er den Kopf vom Rumpf des Hahns. Nach Königs- und Kaiserehren ist er nun der erste Edelmann des Vereins.

Über eine Stunde mühten sich zehn Teilnehmer, angefeuert von Freunden und Bekannten, die auf dem Stumpfer Knappen dieser Tradition zuschauten, um Königs-, Kaiser- oder Edelmann-Würden. Zwei neue Mitglieder - Christian Maya und Werner Teuber - versuchten es ebenfalls. Maya machte eine Runde mit, Teuber sechs. Doch selbst ehemalige Kaiser wie Torsten Johann und Bernd Fleschenberg sorgten zwar in achten Runden dafür, dass Federn des zuvor geschlachteten bergischen Hahns flogen. Doch der erfolgreiche Hieb blieb aus.

Bernd Ippendorf ging als erster Teilnehmer dann in die neunte Runde. Er traf, schlug aber nicht kräftig genug. Der Hahn schien zäh - und erst die Schlagtechnik eines Willi Birkmanns sorgte um 20.09 Uhr dafür, dass die Besucher endlich zum Feiern ins Festzelt gehen konnte. Groß war der Jubel, als der Kopf schließlich im Sand lag.

Beim anschließenden Festball war Margit Hessenbruch als erste Edelfrau an der Seite des Edelmannes Birkmann.

(RP)