Wermelskirchen: Wettbewerb fördert den Teamgeist

Wermelskirchen: Wettbewerb fördert den Teamgeist

Beim Mannschaftswettkampf der Wermelskirchener Grundschulen maßen sich die Sportler in der Halle und im Wasser.

Beinahe wie im Fußballstadion drangen die lautstarken Anfeuerungsrufe von den Tribünen im Hallenbad und in der Gymnasium-Sporthalle. Dort trugen Wermelskirchener Grundschulen gestern ihren Mannschaftswettkampf aus. Die "Fans" der Sportler aus den vierten Klasse hatten zur anhaltenden, elanvollen Unterstützung sogar eine noch aus Zeiten der Fußball-Weltmeisterschaft in Afrika 2010 bekannte Vuvuzela mitgebracht, durchdringend ertönte eine Luftdrucktröte. Mit selbstgebastelten Spruchbändern "Waldschule - Fire and flash" feuerten Kiara, Lisa, Leon und Luke ihr Team von der Waldschule an.

Schulinterne Vorentscheide entschieden darüber, welche Klasse der Viertklässler "ihre" Schule vertrat. Mit von der Partie waren Mannschaften der Schwanen-, Dhünntal- und Waldschule sowie der Grundschulen St. Michael und Haiderbach. Als Vorjahresgewinner kam der Dhünntalschule die Organisation zu, um die sich Lehrerin Hannelore Schule kümmerte.

Ausdauernd und engagiert zeigten sich die Sportler in den verschiedenen Disziplinen in der Halle und im Wasser. Im Quellenbad starteten die Jungen und Mädchen erst zur T-Shirt- und unmittelbar im Anschluss zur Ballstaffel. Während bei der Ballstaffel das Rund schwimmend transportiert werden musste, ohne zu werfen, war der Wechsel von einem zum nächsten Schwimmer eine Herausforderung, die sich am besten gemeinschaftlich meistern ließ: Das patschnasse, am Körper und Badeanzug haftenden T-Shirt musste ein Schwimmer ausziehen und der nächste anziehen. Viele helfende, zupfende Hände sorgten für einen zügigen Wechsel. Den Schwimmstil konnten die Sportler dabei frei wählen. Im Kinderbecken stand dann die nächste Herausforderung an: Zehn Schwimmer einer Mannschaft mussten nach 25 versunkenen Ü-Ei-Figuren suchen und diese möglichst schnell an einen Sammelpunkt bringen.

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Die einen Mannschaften absolvierten erst die Aufgaben im Schwimmbad, die anderen gleichzeitig ihre Wettkämpfe in der Gymnasium-Sporthalle. Dort erprobte der Ausdauerlauf die Kondition der Schülerinnen und Schüler aus den vierten Klassen. Bei der Sprungstaffel ging es nicht nur um weite Sprünge, sondern ebenso darum, zügig Hindernisse zu überwinden. Die Wurfstaffel hatte es genauso "in sich", wie die T-Shirt-Staffel beim Schwimmen. Die Spieler mussten erst ein Säckchen möglichst weit werfen (für die Weite gab es Punkte), dann hinterherlaufen und es zügig dem nächsten Spieler des Teams bringen - je öfter und weiter in der vorgegebenen Zeit geworfen wurde, desto mehr Punkte konnten ergattert werden. Das Tückische dabei: Das Säckchen rutschte nach der Landung noch einige Meter weiter, zur Messung der Weite zählte jedoch der Auftreffpunkt.

Der jährliche Mannschaftswettbewerb der Grundschulen soll für die Schülerinnen und Schüler ein Ansporn zu sportlichem Engagement sein, wobei der Sieger-Wanderpokal für die Kinder einen besonderen Reiz ausstrahlt. "Durch die Vielseitigkeit der Wettbewerbe rücken verschiedene Talente und Stärken in den Fokus. Obendrein fördern die unterschiedlichen Disziplinen den Teamgeist der Mannschaften, die nur im Zusammenspiel erfolgreich sein können", sagte Hannelore Schulte. Der Wettbewerb solle Ehrgeiz, Bereitschaft zur Anstrengung und Verantwortungsbewusstsein für die Mannschaft wecken.

(RP)