Vereinsleben in Wermelskirchen Turnverein modernisiert seine Satzung

Wermelskirchen · 61 stimmberechtigte Mitglieder bei der Hauptversammlung waren mehr als genug, damit beim stark wachsenden WTV Beschlüsse gefasst werden konnten.

 Vorsitzende Anne Ueberholz (l.) und Geschäftsführer Walter Thiel (r.) verabschieden Volleyball-Abteilungsleiter Bernd Kohn und ehrten Imogen Heihaus für 50-jährige Mitgliedschaft im WTV.

Vorsitzende Anne Ueberholz (l.) und Geschäftsführer Walter Thiel (r.) verabschieden Volleyball-Abteilungsleiter Bernd Kohn und ehrten Imogen Heihaus für 50-jährige Mitgliedschaft im WTV.

Foto: WTV

Der Wermelskirchener TV (WTV) steht vor großen Herausforderungen – hervorgerufen durch eine überaus positive Entwicklung: Im vergangenen Jahr war der Verein um die stolze Zahl von 194 Mitgliedern auf 1895 zum Jahresende gewachsen, bereits Anfang März wurde die 2000er-Marke überschritten. Tendenz weiter steigend. „Solch eine hohe Mitgliederzahl bedeutet aber auch, dass dringend Hallenzeiten benötigt werden“, sagte die Vorsitzende Anne Ueberholz. Die allerdings seien rar.

Vor gewaltigen Problemen stehe nach wie vor die Schwimmabteilung mit ihrer großen Anzahl von 320 Mitgliedern. Trotz optimierter Abläufe gibt es immer noch eine lange Warteliste in der Schwimmausbildung. Im Verein hofft man, dass das in die Jahre gekommene Hallenbad noch lange hält – zumindest bis der geplante Neubau im Rhombus-Areal realisiert ist.

„Ein Schwerpunkt im vergangenen Jahr war eine Initiative des Landessportbundes (LSB) zum Thema sexualisierte Gewalt im Sport“, blickte Anne Ueberholz im Vorstandsbericht zurück. Der Verein arbeite an einem LSB-Konzept, um die erforderliche Zertifizierung zu erhalten.

Ferner stand die Modernisierung der Geschäftsstelle und die Erhöhung der Datensicherheit im Fokus – finanziert mit bewilligten Mitteln aus dem Förderprogramm zur Digitalisierung in Sportvereinen. „Dies wirkte sich indirekt auf den ansonsten ausgeglichenen Kassenbericht aus“, sagte die WTV-Vorsitzende. Die Ausgaben für die geförderte Digitalisierung mussten im vorigen Jahr getätigt werden, die Fördermittel wurden jedoch erst im 2024 gutgeschrieben.

Auch formell stellt sich der Verein moderner auf. Die 17 Jahre alte Satzung war nicht mehr zeitgemäß und wurde von einem Team überarbeitet. Unter anderem wurde die Festlegung der Vorstandspositionen auf Vorsitz, Geschäftsführer und Technischer Leiter gestrichen und durch geschäftsführenden Vorstand und Gesamtvorstand als Organ ersetzt. Eigentlich selbstverständlich klingende Passagen wie Präambel oder Datenschutz wurden auf Empfehlung der Sportverbände mit aufgenommen. „Die Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit sind durch sämtliche Änderungen gegeben“, betonte Anne Ueberholz. Die neue Satzung wurde von den anwesenden 61 stimmberechtigten Mitgliedern einstimmig angenommen.

Wie jedes Jahr vor der Pflichttagesordnung wurden langjährige Mitglieder ausgezeichnet. Norbert John blickt auf 25 Jahre Vereinszugehörigkeit zurück, Marlene Leyenkemper, Imogen Heihaus und Hans-Jürgen de Brün wurden für 50 Jahre geehert. Bernd Kohn wurde als Leiter der Volleyball-Abteilung verabschiedet.

(gra)
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