Wermelskirchener Stadtradler: ein Mal um den Äquator

Stadtradeln : Wermelskirchener fuhren ein Mal um den Äquator

Das jährliche Stadtradeln sparte in Wermelskirchen knapp 5700 Kilogramm Kohlendioxid. 140 "Drahtesel-Ritter", darunter fünf Mitglieder des Stadtrats, beteiligten sich an der deutschlandweiten Aktion des Klima-Bündnisses.

Das Netzwerk europäischer Kommunen in Partnerschaft mit indigenen Völkern entwickelt lokale Antworten auf den globalen Klimawandel. Die Kampagne soll symbolisch und deutlich aufzeigen, wie gut Fahrradfahren für ein gesundes Klima ist. Mit 40.128 Kilometern legten die Wermelskirchener Stadtradler eine Strecke zurück, die ein Mal am Äquator entlang rund um den Globus führt. In der Zeit vom 10. bis 30. Juni brachten es die 140 Fahrradfahrer, die sich in 21 Teams organisiert hatten, in der ersten Woche auf 11.801, in der zweiten auf 12.662 und in der dritten auf 15.665 Kilometer. Das "Dellmann Cycling Team", bestehend aus Martin Altevogt, Jörg Ballsieper, Dirk Bangert, Heinz Böhmer, Olaf Bölting, Harald Bosman, Oliver Braun, Dirk Hulverscheidt, Arndt Robbe, Arndt Ronge und Michael Stach, sicherte sich den Spitzenplatz in der Wertung der Mannschaften mit den meisten gefahrenen Kilometern (6698), gefolgt von der Evangelischen Kirchengemeinde mit 6196 Kilometern in den Beinen. Die Kirchengemeinde stellte mit 21 Fahrern in Wermelskirchen das Team mit den meisten Fahrern.

Als Team für alle "Freunde der Balkantrasse" meldete Kapitän Rainald Voß seine Mannschaft an. "Ich fahre fast täglich auf der Balkantrasse, die mich immer wieder als Radfahrer begeistert und die sicher ein Schlüssel für den Radverkehr in dieser Region ist. Bei der Stadtradel-Aktion geht es mir mehr um die gemeinsame Sache, auch mit den anderen Teams, als ums Gewinnen."

Dass die mit dem Stadtradeln verbundene Kampagne ebenso politische Signalwirkung haben soll, lässt sich an den Worten von Manfred Bansen erkennen. Der Kapitän der Mannschaft vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Wermelskirchen appellierte: "Ich möchte mit unserer Aktion Werbung für das Radfahren machen und noch viele Menschen dazu motivieren, ihr Velo aus dem Keller zu holen. Wir brauchen eine bessere Infrastruktur für Radfahrer in Wermelskirchen, Öffnung der Einbahnstraßen für Radfahrer in Gegenrichtung und eine sichere Verbindung an unsere Außenbezirke." Er fordere insbesondere die Politiker auf, die sich bisher weigerten, sich für eine radfahrerfreundliche Politik einzusetzen.

Insgesamt beteiligten sich 194.941 aktive Stadtradler an der Kampagne, darunter 3092 Mitglieder aus den Kommunalparlamenten. In 17.361 Teams fuhren die Fahrradfans insgesamt 37,58 Millionen Kilometer und vermieden somit umgerechnet 5,34 Millionen Kilogramm Kohlendioxid (die Berechnung basiert auf 142 Gramm Kohlendioxid pro Personen-Kilometer).

(sng)
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