Wermelskirchener Senioren kooperieren mit den Jugendlichen

Seniorenbeirat in Wermelskirchen : Senioren kooperieren mit den Jugendlichen

Offensiv in die Werbung geht jetzt der Seniorenbeirat und lässt sich ein Logo und einen Flyer erstellen.

Das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) und der Seniorenbeirat wollen künftig noch enger zusammenarbeiten. Das machten jetzt Tobias Koebke (KiJuPa) und Werner Allendorf als Vorsitzender des Beirats in der jüngsten Sitzung des Gremiums deutlich. Es gebe inzwischen regelmäßige Treffen von Senioren und Jugendlichen, berichteten die beiden. Und es würden auch gemeinsame Pläne geschmiedet: „Wir wollen uns dem Thema Müll widmen“, sagte Tobias Koebke. Vertreter von KiJuPa und Seniorenbeirat wollen als gemeinsame Gruppe an der jährlichen Müllsammelaktion des Verkehrs- und Verschönerungsvereins teilnehmen. Anschließend könne aus dem gesammelten und gereinigten Müll während einer Kunstaktion in der Katt eine gemeinsame Skulptur entstehen. Auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit wollen beide an einem Strang ziehen. Aktuell werde geprüft, inwieweit etwa Instagram auch als gemeinsames Sprachrohr genutzt werden könne.

Beim Thema Werbung wird der Seniorenbeirat in diesen Wochen auch auf andere Weise aktiv: Einstimmig entschieden sich die Mitglieder des Beirats für einen Grafiker, der sich um ein Logo und einen Flyer kümmern soll – in diesem Zug soll auch der Senioren- und Behindertenservice ein Logo bekommen. Etwa 600 Euro lässt sich der Beirat das neue Gesicht kosten. „Damit wollen wir auch in eine offensivere Werbung starten“, sagte Christiane Beyer, Demografiebeauftragte der Stadt.

Bei der Planung für das nächste Jahr nahm der Seniorenbeirat bereits Ideen für Themenschwerpunkte auf. Bernhard Lüsing bat darum, die Frage nach den Planungen für eine Pflegeeinrichtung in Dhünn auf die Agenda zu setzen. „Für die Menschen ist es wichtig zu wissen, woran sie sind“, sagte er. Außerdem solle im nächsten Jahr der Zustand der Landesstraße zwischen Dhünn und Neuenhaus in den Fokus des Beirats gerückt werden – die Straße sei so stark vernachlässigt worden, dass sich nicht nur im Winter gefährliche Situationen ergeben würden.

Auch Klaus Flanhardt aus Dabringhausen hatte Gesprächsbedarf: Nach dem „Ge(h)spräch“, zu dem der Seniorenbeirat bereits 2017 in Dabringhausen eingeladen und damals mit den Bürgern eine Mängelliste erstellte habe, sei nichts passiert. Weder die Senkung der Bordsteinkanten noch die Verbesserung des barrierefreien Zugangs zum Dorfpark sei realisiert worden. „Dann können wir uns diese Veranstaltungen auch sparen“, meinte Flanhardt. Erst jüngst hatte der Seniorenbeirat auch in Neuenhaus ältere Bürger zum Gespräch gebeten, um von ihren Sorgen und Nöten zu erfahren.

(resa)
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