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Wermelskirchener Schulen bereiten Wiederbeginn des Unterrichts vor

Weg aus der Corona-Krise in Wermelskirchen : Schulen treffen Vorbereitungen

Erste Schulöffnungen gibt es offenbar erst Anfang Mai - doch bis dahin ist noch einiges zu tun.

Von Deborah Hohmann

Die Öffnung der Schulen zählte nach ARD-Berichten zu den strittigsten Punkten, über die Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer beriet. Eine Einigung gelang offenbar trotzdem: Laut dpa-Informationen sollen erste Schulen ab dem 4. Mai wieder geöffnet werden. In den Wermelskirchener Schulen laufen die Vorbereitungen schon jetzt. Denn bis Mittwochabend stand ein möglicher Schulbeginn bereits in der kommenden Woche im Raum. Dank der neuesten Entscheidungen haben die Schulen mehr Zeit – die offensichtlich gut gebraucht werden kann.

Katrin Wagner, Leiterin der Wermelskirchener Schwanenschule, tauschte sich am Mittwoch mit den Leitern der anderen Grundschulen im Stadtgebiet aus. Trotz der vielen Unklarheiten gebe es eins, das in jedem Fall sichergestellt werden muss: die Hygienemaßnahmen. „Wir sind dabei, gemeinsam mit dem Krisenstab der Stadtverwaltung, der sich von Anfang an sehr für die Schulen eingesetzt hat, genügend Desinfektionsmittel und Seife zu beschaffen.“ Das sei auch für Schulen wegen der hohen Nachfrage momentan gar nicht so leicht – doch man werde mit dem arbeiten, was zur Verfügung steht.

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Hygiene ist auch für Dietmar Paulig, Leiter der Sekundarschule, ein wichtiger Punkt. Aufräumen möchte er jedoch mit einem Bild von Schulen als „Sauhaufen“, wie es in letzter Zeit häufig gezeichnet werde. „Das ist schlichtweg falsch, wir haben Hygienevorgaben, die eingehalten werden – bei so vielen Menschen ist das auch unabdingbar“, sagt Paulig. Trotzdem müsse man aktuell natürlich verschärfte Maßnahmen einhalten. „Wir arbeiten daran, genügend Mittel zur Verfügung zu stellen“, erläutert der Schulleiter. „Papierhandtücher und Klopapier ist ausreichend vorhanden, Seife auf den Toiletten auch – die Klassenräume müssen noch ausgestattet werden.“ Die Sekundarschule arbeitet dabei ebenfalls mit der Stadtverwaltung zusammen, auch der Hausmeister unterstützt die Vorbereitung. In den kommenden Tagen finde eine Begehung statt, bei der geprüft werden soll, ob die Schule für den Betrieb bereit ist.

Bis es soweit ist, muss noch einiges organisiert werden. „Zunächst einmal muss geklärt werden, welche Kollegen überhaupt greifbar sind.“ Denn sobald die Schulen wieder geöffnet sind, muss nicht nur unterrichtet werden – da eine schrittweise Öffnung für bestimmte Schülergruppen vorgesehen ist, muss auch die Notbetreuung aller Voraussicht nach weiter sichergestellt werden. Rund ein Viertel des Kollegiums der Sekundarschule zählt zur Risikogruppe. Diese Lehrer entscheiden selbst, ob sie Präsenzunterricht geben werden oder nicht. Paulig gehört ebenfalls zur Risikogruppe – seine Entscheidung ist gefallen, er bleibt an der Schule.