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Wermelskirchener Musik-Tour erstmals in Dhünn vertreten

Event in Wermelskirchen : Musik-Tour erstmals in Dhünn vertreten

Mit „Zu den drei Linden“ und „Zur Post“ sind zwei Spielstätten aus dem Dorf neue Locations bei der zwölften Auflage der Erfolgsveranstaltung. Zwei Shuttlebusse verbinden Dhünn mit Wermelskirchen, Dabringhausen und Tente.

Auch wenn es zwischenzeitlich immer wieder Gespräche ohne konkretes Ergebnis gegeben hat, dauerte es bis zur zwölften Auflage der Wermelskirchener Musik-Tour, dass diese nunmehr auch ihre „Fühler“ nach Dhünn ausstreckt. Mit den beiden Hotel-Restaurants „Zu den drei Linden“ und „Zur Post“ gehören zwei Veranstaltungsstätten zu den insgesamt 20 Musik-Tour-Locations, die mitten im Dhünnschen Dorfkern fußläufig nah beieinander liegen. Die Organisatoren haben für diese Premiere den Shuttlebus-Betrieb zur Wermelskirchener Musik-Tour (WMT) am kommenden Samstag, 2. November, eigens eingerichtet: Während ein „großer“ Linienbus der Regionalverkehr Köln (RVK) die große Runde durch die Innenstadt sowie Tente, Dhünn und Dabringhausen fährt, pendelt ein „kleiner“ 22-Sitzer-Bus von „Latzel Reisen“ ausschließlich zwischen dem innerstädtischen Busbahnbahnhof, Dhünn und Dabringhausen. Letzterer bietet damit eine direktere und schnellere Verbindung zwischen Wermelskirchen und den beiden Dörfern sowie zwischen Dhünn und Dabringhausen selbst.

„Was daraus wird, wissen wir nicht. Wir werden sehen, wie das bei uns angenommen wird, aber nach den Erfolgen der Musik-Tour in den Vorjahren sollten die Vorzeichen auch für uns in Dhünn gut sein“, blickt Ulla Vöpel von „Zu den drei Linden“ auf den kommenden Samstagabend aus. Und „Zur Post“-Wirt Amir Hoshang Alizadeh Kalateh fügt hinzu: „Ich freue mich, dass wir dabei sind und bin fest überzeugt, dass bei uns in Dhünn jede Menge los sein wird.“

Das sehen auch Holger Kowalewske und Jochen Schönherr vom Vorstand des Dhünner CDU-Ortsverbandes, die beide an den vorbereitenden Gesprächen beteiligt waren, so: „Auf diese Weise wird das Dorf belebt, in Dhünn ist etwas los.“ Er sei schon so häufig begeisterter Besucher der WMT gewesen, erzählt Schönherr, und habe sich dabei stets gedacht: „Das muss doch auch in Dhünn möglich sein.“

Für Holger Kowalewske ist klar: „Wir müssen in gemeinsamen Gesprächen herausfinden, was man in Dhünn machen kann und will, was funktioniert und was eventuell nicht.“ Er ist überzeugt: „Im kommenden Jahr werden bestimmt mehr als zwei Locations in Dhünn an der Musik-Tour teilnehmen.“

Dirk Götz, Wirt der Gaststätte „Centrale“, der gemeinsam mit Andrea Strunk und Robert Schultz (beide Werbestudio Strunk) die WMT organisiert, erinnert an die Ursprünge der Erfolgsveranstaltung: „Ein Ansatz war damals, dass die Besucher die Gastronomie kennenlernen – das kommt jetzt in Dhünn wieder zum Tragen.“ Ansonsten habe das Kneipensterben seither auch bei dem WMT seine Spuren hinterlassen – glücklicherweise würde inzwischen Locations dabei sein, die originär gar nichts oder nur wenig mit Gastronomie zu tun haben. „Das ist gut so, denn die Musik-Tour lockt mittlerweile viele auswärtige Besucher nach Wermelskirchen – mit dieser Entwicklung hatten wir eigentlich gar nicht gerechnet“, berichten Götz und Schultz.Die Organisatoren freuen sich über jeden weiteren Teilnehmer: „Je mehr mitmachen, je mehr Busse können fahren.“ Denn die Gefährte gäbe es nicht zum Nulltarif, werden über die Teilnehmer finanziert. Grundsätzlich seien mehrere WMT-Locations in der Nähe an einem Standort immer gut, weil sich die WMT-Besucher zumindest in den ersten drei bis vier Stunden nach dem Beginn um 20 Uhr bewegen wollten. „Mehrere Spielstätten beieinander locken Leute an“, weiß Dirk Götz aus Erfahrung. Das habe die aktuelle Musik-Tour bedauerlicherweise in Tente („Salernos“) oder Dabringhausen („Markt 57“) mit je lediglich einer Location nicht.

Im Dhünner Hotel-Restaurant „Zur Post“ gastiert zur WMT die Band „Greyhound“, die sich mit „Party-Rock vom Feinsten für Freunde deftiger Gitarrenriffs“ ankündigt. Nebenan auf der „Zu den drei Linden“-Bühne steht die 2009 gegründete Band „G-Men“, die ein „vielseitiges Programm aus unterschiedlichen Musikstilen, wie Blues, Latin, Soul und Rock’n Roll gepaart mit Spielwitz und Power“ verspricht.

Übrigens: Wer in der WMT-Nacht am kommenden Sonntagmorgen im Dhünnschen Dorf „versackt“ und noch Richtung Wermelskirchener Innenstadt muss, hat überhaupt kein Problem. Der letzte Shuttlebus fährt erst um 2.20 Uhr im Dorfkern los.