Wermelskirchener Löschzug Stadtmitte besteht seit 150 Jahren

Tag der offenen Tür und Festakt in Wermelskirchen : Löschzug Stadtmitte besteht seit 150 Jahren

Der Löschzug I der Freiwilligen Feuerwehr feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Mit einem deutlich vergrößerten und um mehrere Attraktionen erweiterten Tag der offenen Tür am 2. Juni präsentieren sich die Brandbekämpfer.

Wermelskirchen So „dicke“ wie noch vor 25 Jahren, als gleich ein großes Festzelt für drei Tage auf dem Loches-Platz aufgebaut wurde, haben es die Wermelskirchener „Florians-Jünger“ nicht mehr. Feiern wollen sie das 150-jährge Bestehen des Löschzuges I (Stadtmitte) dennoch gebührend und haben deshalb das Programm und die Attraktionen zum jährlichen Tag der offenen Tür an der Feuerwache Vorm Eickerberg ausgeweitet. Der traditionelle Termin zu „Das Fest“ am Frühjahrs-Kirmes-Wochenende bleibt dabei erste Wahl: Am Sonntag, 2. Juni, startet der Tag der offenen Tür um 10 Uhr. Dann wird ein Teil der Wache in kleines Feuerwehr-Museum verwandelt.

„Im Schulungsraum wird auf der Großbildleinwand eine Foto-Schau in Dauerschleife laufen und einen Bilderbogen von damals bis heute zeigen“, blicken Löschzugführer Ralf Lambeck und Gruppenführer Stephan Meier aus. Gemeinsam mit Tino Warda, Carsten Baehr und Markus Filke bildet das Duo den „harten Kern“ des zwölfköpfigen Festausschusses, der sich seit zwei Jahren um die Vorbereitungen zum Tag der offenen Tür im Jubiläumsjahr kümmert: „Obendrein bauen wir in Räumen der Wache ein kleines Feuerwehr-Museum auf. Historische Ausrüstungen und Uniformen oder auch Abzeichen sind dann dort zu sehen.“ Das Gros der dafür geliehenen Ausstellungsstücke stamme aus Sammlungen von Privatbesitzern.

1938 hießen die Brandbekämpfer „Normalzug der Feuerlöschpolizei“ und posierten stattlich vor der Feuerwache. Foto: Stephan Singer

Zum Tag der offenen Tür wird auf dem Platz der Feuerwache gewaltig viel los sein. Für Aktionen sorgen unter anderem ein Wasserwerfer der Bereitschaftspolizei, ein auf 54 Meter ausfahrbarer Teleskop-Mast der Feuerwehr Dortmund, ein amerikanisches Feuerwehrfahrzeug oder die Präsentationen der Höhenrettungsgruppe von der Berufsfeuerwehr Wuppertal. „Etwas ganz Besonderes zeigen Feuerwehrleute aus dem benachbarten Lennep – die Remscheider machen eine Übung von Anno-Dazumal mit historischem Gerät“, sagt Tino Warda und fügt an: „Die Wermelskirchener Jugendfeuerwehr haben wir ebenso mit ins Boot geholt. Sie präsentiert eine Nachwuchs-Übung.“

 Dieses Bild  zeigt den Stadtlöschzug Wermelskirchen vor dem damaligen Amtsgericht an der Telegrafenstraße im Jahr 1870, also kurz nach der Gründung in 1869. Foto: Stephan Singer

Aus Platzgründen würde der Löschzug Stadtmitte beim diesjährigen Tag der offenen Tür auf die Präsentation der eigenen Einsatzfahrzeuge verzichten. „Das machen wir ja sonst immer ausgiebig“, stellt Stephan Meier fest. Und Platz wird nicht mehr allzu viel bleiben, denn zu den Präsentationen und Übungen gesellen sich Vorführungen von Fettbrand-Explosionen und eine Brandbekämpfer-„Modenschau“, die Uniformen und Einsatzkleidung auf den „Laufsteg“ bringt.

„Die Kinderbespaßung haben wir zum Jubiläum im Vergleich zu den bisherigen Tagen der offenen Tür ebenso erweitert“, kündigt Tino Warda an. Ein Highlight sei eine aufblasbare Hüpfburg und Riesenrutsche in Form einen amerikanischen Feuerwehrtrucks, die schon allein durch ihre Ausmaße von 11,20 Metern mal 6,50 Metern bei einer Höhe von fünf Metern ein imposantes Bild abgebe.

Bei einer Tombola, für die Wermelskirchener Betriebe und Unternehmen die Preise stiften, können die Besucher ihr Glück auf die Probe stellen. Mit Kaltgetränken, Kaffee und Kuchen sowie süßen und herzhaften Speisen ist für das leibliche Wohl gesorgt. „Der Förderverein der Feuerwehr unterstützt uns vor allem beim Festakt am 22. Juni“, so die Verantwortlichen für diese Festivität

Den Tag der offenen Tür finanziert der Löschzug aus eigener Tasche. „Wir hoffen natürlich darauf, dass viele Besucher bei gutem Wetter zahlreich kommen und dadurch wieder etwas in unsere Kasse zurückfließt“, hofft der 150-Jahr-Feier-Festausschuss im Vorfeld dieses großen Jubiläums.

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