Wermelskirchener: Kölner Band Upajah trat bei Jazz-Matinee auf

Matinee in Wermelskirchen : Kölner Jazzmusiker schätzen Haus Eifgen

Am Sonntag war das Besucheraufkommen niedrig. Insgesamt laufen die Projekte von Kult-in-Wk aber gut an.

Das für die Jahreszeit außergewöhnlich schöne Wetter dürfte eine Rolle dabei gespielt haben, dass die Jazz-Matinee am vergangenen Sonntagvormittag im Haus Eifgen zunächst nicht viele Besucher anzog. Erst im Laufe der Veranstaltung kamen mehr Interessierte, um dem Auftritt der sechsköpfigen Band „Upajah“ aus Köln zu lauschen. Der konnte sich allerdings hören lassen: Die Band hatte sowohl flotte als auch ruhige Eigenkompositionen (teils mit französischsprachigem Gesang) im Programm, und spielte als Ergänzung dazu auch noch Coverversionen, etwa von Jimi Hendrix („The Wind Cries Mary“) oder Michael Jackson („Don‘t Stop ‚Til You Get Enough“).

Leadsänger René Grégoire alias „Mr. Gregg“ war trotz des geringen Besucheraufkommens von der Location überzeugt: „Über den netten Empfang hier bin ich wirklich positiv überrascht“, sagte der momentan noch in Frankreich lebende Sänger, der seinen ersten Auftritt im Haus Eifgen absolvierte. „Ich kannte den Ort vorher noch nicht.“ Die Idee, dort aufzutreten, hatte Saxophonist Uwe Haselhorst, der krankheitsbedingt ausfiel und durch Friedrich Kullmann vertreten wurde. Mr. Gregg: „Er hat schon überall gespielt und kannte auch das Haus Eifgen bereits.“

Unter den Zuhörern, die von Anfang an dabei waren, war auch das Ehepaar Schröder aus Odenthal. „Wir waren beim Weihnachtskonzert zum ersten Mal im Haus Eifgen und wollen nun öfter wiederkommen“, sagten die Schröders.

Die Kulturstätte überregional bekannt zu machen, ist für die „Kulturinitiative Wermelskirchen e.V.“ (Kult in WK), die das Haus Eifgen für Konzerte und verschiedene weitere Kulturveranstaltungen nutzt, ein wichtiges Ziel. „Wir wollen versuchen, uns eine Reputation aufzubauen“, sagte Michael Regenbrecht, der als zweiter Vorsitzender des Vereins die Jazz-Konzerte organisiert. Mit Erfolg: „Wir haben viele Bewerbungen von Bands, die bei uns auftreten möchten – zu viele, um alle Auftritte durchführen zu können.“ Dabei profitiert der Verein, der seit zwei Jahren Veranstaltungen in diesem Haus organisiert, um das kulturelle Leben in Wermelskirchen voranzubringen, auch davon, dass bereits seit zwölf Jahren Jazz-Sessions im Haus Eifgen abgehalten werden. „Dadurch haben wir ein gutes Netzwerk“, so Regenbrecht.

Die Besucherzahlen bei der Jazz-Matinée, die an jedem dritten Sonntag im Monat stattfindet, schwanken derweil stark. Regenbrecht spricht von einem „Wechsel zwischen vollem Haus und wenigen Zuschauern“. Gedacht sei die Reihe für ein breites Publikum. „Wir könnten hier jeden Sonntag spielen“, meinte Mr. Gregg.

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