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Wermelskirchener CDU-Politiker zufrieden mit dem Ausgang der Wahl

CDU in Wermelskirchen : CDU-Politiker zufrieden mit dem Ausgang der Wahl

Die wichtigste Aufgabe für den neuen CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet sei es nun, die Partei zu einen und „die Menschen mitzunehmen“, sagen örtliche CDU-Politiker.

Die Entscheidung ist gefallen: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist neuer Bundesvorsitzender der CDU. Auch in Wermelskirchen verfolgten die Christdemokraten digital die Abstimmung zwischen Norbert Röttgen, Friedrich Merz und Armin Laschet mit großer Spannung. „Alle drei Kandidaten haben ihre Qualitäten, aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden“, sagt CDU-Kreistagspolitiker Werner Allendorf. „In der jetzigen Situation geht es darum, die Menschen emotional mitzunehmen, und das kann Laschet besser.“

Merz, der in der Stichwahl 55 Stimmen weniger als Armin Laschet auf sich vereinen konnte, sei eher ein „Finanzmensch, der dadurch auch eine gewisse Kälte ausstrahlt“, sagt Allendorf. „Und 2021 brauchen wir jemanden, der in diesen schwierigen Zeiten alle ins Boot holen kann und der auch ein Gespür für die Menschen hat.“

 Wermelskirchens CDU-Chef Stefan Leßenich.
Wermelskirchens CDU-Chef Stefan Leßenich. Foto: Andi Jäckle

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Stefan Leßenich hat Laschet direkt nach der Wahl gratuliert – und anschließend mit vielen CDU-Mitgliedern telefoniert. Natürlich seien die Anhänger von Merz auch enttäuscht gewesen, aber jetzt gelte: „Wir müssen uns zusammenraufen. Armin Laschet ist immer ein Vermittler gewesen, und ich traue ihm zu, dass er die Partei eint. Er muss Mut machen, damit wir durch die Krise kommen. Anschließend werden Digitalisierung und Wirtschaft große Themen.“

Dass Friedrich Merz mit eingebunden werde, sei für die CDU wichtig. „Die Lager müssen zusammengeführt werden“, sagt Leßenich. „Nach der Corona-Krise brauchen wir Wirtschaftskompetenz“, stellt Dr. Hermann-Josef Tebroke, der für den Rheinisch-Bergischen Kreis im Bundestag sitzt, klar. „Armin Laschet hat bereits angedeutet, dass er Friedrich Merz mit einbinden wird, weil er ihn auch schätzt. Das zeichnet Laschet aus, der auch anständig mit Menschen umgeht, die nicht immer auf seiner Seite sind.“ Dennoch habe der Parteitag gezeigt, dass neben der Kompetenz auch Einfühlungsvermögen wichtig sei. Tebroke hofft nun, „dass sich die Anhänger von Friedrich Merz hinter Armin Laschet stellen.“

Der digitale Parteitag sei spannend und erfolgreich gewesen, „aber der persönliche Austausch hat gefehlt“, resümiert Tebroke. „Statt beim Kaffee zu reden, fanden Gespräche im Vorfeld telefonisch oder per Videokonferenz statt. Trotzdem war es ein gelungener Parteitag mit einem innerpolitischen Wettbewerb, der fair ausgetragen wurde.“ Besonders freue ihn, dass mehr Frauen in den verjüngten Vorstand gewählt wurden. „Das ist ein deutlicher Schritt nach vorne.“

Einig sind sich alle darüber, dass Laschet eine starke Rede gehalten habe. „Das war die beste in den vergangenen Jahren“, lobt Leßenich. „Er hat sich als Mann der Mitte präsentiert und viel über Persönliches und über Werte gesprochen.“ Auch Tebroke sagt: „Seine Rede war sehr überzeugend. Er hat eine deutliche Botschaft ausgesendet und sehr emotional über Teamspiel und Zusammenhalt gesprochen.“

Ohnehin sei Armin Laschet im „sozialen Bereich gut“, sagt Werner Allendorf. „Er hat viel verändert in NRW zum Wohle der Bürger. Jetzt kommen Veränderungen auf uns zu, die wir noch nicht erahnen.“