Kinderkrankenschwester gibt jungen Eltern Tipps : Begrüßungsbesuch bei Säuglingen

Christine Daun ist neue Mitarbeiterin im Jugendamt für den Bereich „Frühe Hilfen“.

Junge Eltern stehen vor einer neuen Lebenssituation, wenn ihr Baby auf die Welt kommt. Nicht nur der Tagesablauf wird umgekrempelt, es tauchen auch viele Fragen auf. Wie kann ich das Kind fördern? Welche Spielgruppen und Betreuungsmöglichkeiten gibt es in der Stadt? Wie sieht eine gute Ernährung aus? Wie kann das Baby vor Unfällen geschützt werden? Das Jugendamt möchte den jungen Müttern und Vätern Orientierung und Unterstützung geben. Verantwortlich für diese „frühen Hilfen“ im Jugendamt ist Christine Daun, die den Bereich neu übernommen hat. Für die Eltern hält sie eine Fülle an Infomaterial parat. Das überreicht gebündelt in einer Stofftasche die Kollegin, die die Willkommensbesuche bei Wermelskirchener Eltern, macht. Auch ein kleines Kuscheltier für den Säugling steckt darin, ein Gutschein für einen Eintritt ins Quellenbad und ein Flyer „Kreisweite Adressen „Frühe Hilfen für Familien“. .

Die ausgebildete Kinderkrankenschwester kommt sechs bis acht Wochen nach der Geburt ins Haus, um die Eltern bei dem Begrüßungsbesuch fachlich zu beraten. Daun: „Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt mit dem Caritasverband Remscheid, weil es seit einigen Jahren keine Geburtsklinik in Wermelskirchen gibt.“

Bei ihren Besuchen geht die Kinderkrankenschwester individuell auf Fragen der Eltern ein. Häufig wollen die Eltern wissen, was ein Kind in welchen Alter können muss, wie die Entwicklungsstufen verlaufen. Manchmal werden auch Probleme besprochen und wie Eltern sie lösen können, etwa wenn ein Kind ständig schreit.

„Das sind keine Kontrollbesuche, wir wollen vielmehr aufzeigen, welche Unterstützungsangebote es für Eltern gibt und welche Hilfen es gibt, um eine gute Familie zu sein“, betonte Daun im Gespräch mit dieser Redaktion. „Wir wollen den Eltern auch die Sorge davor nehmen, dass sie womöglich nicht alles richtig machen.“ Es sei ein Angebot, eine Teilnahmepflicht bestehe nicht. Es habe in den vergangenen Jahren auch Eltern gegeben, die diese Hilfe ablehnten oder auch den vereinbarten Termin nicht einhielten. Daher die große Bitte, so Daun: „Wenn etwas dazwischenkommt, bitte vorher Bescheid sagen.“ Ganz nebenbei dient der Besuch auch dem Abbau von Hemmschwellen gegenüber den Behörden.

Der Vorteil für junge Eltern sei, dass es heutzutage ein ganzes Netzwerk an passgenauen Fördermöglichkeiten gibt. Fördermöglichkeiten wie Musikangebote für die Jüngsten, Babyschwimmen oder Krabbel- oder Spielgruppen wie Eltern-Kind-Turnen. Ganz druckfrisch liegt der Flyer „Griffbereit – ein Programm für Eltern mit Kindern im Alter zwischen 1 und 3 Jahren“ vor.

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