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Wermelskirchen Zwei Fraktionen bereiten sich auf die Arbeit im Stadtrat vor

Politik in Wermelskirchen : Zwei Fraktionen bereiten sich auf die Arbeit im Stadtrat vor

Marco Frommenkord übernimmt jetzt den Vorsitz der FDP-Fraktion von Jürgen Manderla. Auch Zukunft Wermelskirchen rüstet sich für die erste Ratssitzung: Andreas Müßener ist der neue Fraktionschef.

Nach 16 Jahren hat Jürgen Manderla den Fraktionsvorsitz bei der FDP in Wermelskirchen abgegeben. Sein Nachfolger ist Marco Frommenkord, zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden wurde Patrick Engels gewählt. Manderla und Frommenkord verbindet seit Jahren eine enge Freundschaft und deshalb fand der Jüngere auch nur lobende Worte für seinen politischen Ziehvater: „Ich danke Jürgen Manderla für sein bisheriges politisches Engagement für die Stadt Wermelskirchen und als Freund. Auch wenn man in der Sache nicht immer einer Meinung war, ist und auch sein wird, so war, ist und wird unser Verhältnis von Vertrauen, Verlässlichkeit und Loyalität geprägt sein. Ich bin froh, dass er uns mit seiner langjährigen kommunalpolitischen Erfahrung in der Fraktion und im Ortsverband erhalten bleibt.“

Für die FDP, die ab November mit vier Mitgliedern im neuen Stadtrat vertreten ist, beginnt nun die Arbeit: „Ich freue mich darauf, mit der neuen Fraktion für unsere Heimatstadt Wermelskirchen zu arbeiten“, sagt Frommenkord und kündigt gleich an, dass er eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen kann. Dafür freut er sich „auf eine kollegiale Zusammenarbeit mit Vertretern der Verwaltung – allen voran der neuen Bürgermeisterin Marion Lück – und den Kollegen anderer Ratsfraktionen.“

 Müßener (r.) und Stellvertreter Wilke.
Müßener (r.) und Stellvertreter Wilke. Foto: Zukunft Wermelskirchen

Auch in der Wählergemeinschaft Zukunft Wermelskirchen rüstet man sich sich für die erste Ratssitzung am 2. November. „Die neue Fraktion freut sich auf die kommenden fünf Jahre in einer familiär-freundschaftlichen Atmosphäre, bei der politische Arbeit einfach Spaß macht.“ Doch schon taucht das erste Problem auf: Zukunft Wermelskirchen sucht einen Büroraum in der Stadt. „In den kommenden Tagen werden wir dazu aussichtsreiche Gespräche führen“, kündigt Fraktionsvorsitzender Andreas Müßener an.

E ließ bei der Fraktionssitzung auch den Wahlkampf Revue passieren, der durch die Corona-Pandemie verändert stattfand. „Wir hätten eine Verschiebung der Wahl sehr begrüßt, weil unser Bekanntheitsgrad innerhalb der Stadt unter 20 Prozent anzusiedeln ist“, sagt Müßener. Dass er dennoch zusammen mit Oliver Wilke im Stadtrat sitze, sei ein Riesenerfolg. „Wir wollen in den nächsten fünf Jahren das hohe Potential nutzen, und bei den nächsten Wahlen auf ein Wahlergebnis von über 10 Prozent zu gelangen. Daher schließen wir es aus, mit Wählervereinen, die bei den letzten Wahlen immer schlechtere Ergebnisse erzielten, zu fusionieren. Solch ein Schritt würde unsere Idee und unser Wachstumspotential völlig ausbremsen“, so Andreas Müßener.

Damit reagiert Müßener auf die Wahl-Analyse von Henning Rehse, WNKUWG, der die Auffassung vertritt, dass drei Wählergemeinschaften zu viel für eine kleine Stadt wie Wermelskirchen sind (wir berichteten).

Auf die Fahnen geschrieben hat sich Zukunft Wermelskirchen, die Bürger mehr über ihre Facebook-Gruppe zu beteiligen. Außerdem wollen sie regelmäßig über kommunalpolitischen Themen informieren wie den Jugendfreizeitpark oder Fahrradverkehr in Wermelskirchen.