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Wermelskirchen: Zustand von Fußwegen beschäftigt Seniorenbeirat

Senioren in Wermelskirchen : Zustand von Fußwegen beschäftigt Seniorenbeirat

Vor-Ort-Termine rücken im Frühjahr und Sommer die städtischen Friedhöfe in den Fokus. Gerd Simon mahnt Situation in der Thomas-Mann-Straße an.

Der Zustand sowie die senioren- und behindertengerechte Nutzbarkeit von Gehwegen beschäftigt den Seniorenbeirat. Im Speziellen ging es auf der jüngsten Sitzung, der ersten nach der konstituierenden im August 2021, um die Wege und die öffentlichen Toiletten auf den städtischen Friedhöfen sowie um die Gehwege in der Innenstadt. Zu letzteren richtete Gerd Simon (für den Wermelskirchener Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) im Seniorenbeirat) das Augenmerk auf die Gehwege in der Thomas-Mann-Straße und mahnte einen „katastrophalen Zustand“ an: Die Gehwege hätten Kuhlen und Schlaglöcher, die weder ansehnlich noch sicher für Menschen seien, die beispielsweise auf Gehhilfen angewiesen wären.

Tiefbauamtsleiter Harald Drescher versprach, dass die Stadt die Gehwege in der Thomas-Mann-Straße in Augenschein nehmen werde: „Wo sich mit einfachen Mitteln etwas verbessern lässt, werden wir das mit dem Betriebshof machen.“ Die Verkehrssicherungspflicht obliege schließlich der Stadt. Der Seniorenbeiratsvorsitzende Werner Allendorf kündigte an, dieses Thema bei der nächsten Sitzung als Tagesordnungspunkt zu behandeln.

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Ausgelöst vom Beschwerdeschreiben einer Bürgerin an den Seniorenbeirat steht das Thema Friedhöfe im Fokus des Gremiums. Kritikpunkte: Schlecht mit Rollstühlen oder Rollatoren nutz- und begehbare Wege sowie fehlende behindertengerechte WC-Anlagen. Der Technische Beigeordnete Thomas Marner stellte dazu fest: „Friedhofswege sind natürlich nie total glatt.“ Harald Drescher legte dar, dass Friedhöfe befestigte und unbefestigte Wege hätten, aber auch letztere für Rollstühle befahrbar seien. „Wir prüfen das, eventuell müssen Wege einmal abgezogen werden.“ Die Bergische Topographie ließe sich hingegen nicht ändern. „Technisch und monitär lassen sich alle Friedhofswege gar nicht auf einen Schlag machen“, betonte der Tiefbauamtsleiter. Und eine Pflasterung aller Friedhofswege wäre gar nicht gewollt, um die Beschaulichkeit zu erhalten.

Dass barrierefreie WCs nicht auf allen fünf städtischen Friedhöfen (insgesamt hat Wermelskirchen sieben Friedhöfe) einzurichten seien, erläuterte Hochbauamtsleiter Hartwig Schüngel. So habe das Gebäude auf dem Friedhof Dabringhausen eine so komplizierte Zugangssituation, dass eine angebrachte Rampe immer im Weg wäre. Obendrein: „Teils sind Zugänge ebenerdig, teils mit einer Rampe versehen. Aber: Dennoch sind die Toilettenanlagen nicht breit genug. Das liegt an den Baujahren der Gebäude, die schon länger zurückliegen.“ Im Klartext: „Änderungen gehen nicht ohne große Baumaßnahmen.“

Einstimmig beschloss der Seniorenbeirat auf Anregung von Werner Allendorf in den anstehenden Frühjahrs- und Sommermonaten auf den Friedhöfen sogenannte „Ge(h)spräche“ durchzuführen, damit sich die Mitglieder und Bürger ein Bild machen können.