Wermelskirchen: Zur Europawahl boomt die Briefwahl

Jeder Sechste hat bereits die Unterlagen beantragt : Jetzt schon die Stimme abgeben – zur Europawahl boomt die Briefwahl

Briefwahl wird landauf, landab immer beliebter. Sie macht die Wahlberechtigten terminlich unabhängig, sollte am 26. Mai zum Beispiel Sommerwetter zum Ausflug locken, muss niemand auf die Uhr schauen, denn das Kreuzchen ist längst gemacht.

Bis Mittwochmittag haben 4392 Wahlberechtigte einen Briefwahlantrag gestellt. Bei 27.255 Wahlberechtigten ist es bisher ungefähr jeder Sechste, der seine Stimme abgibt, ohne ein Wahllokal zu betreten. Bei der Europawahl 2014 hatten 4605 per Brief gewählt, insgesamt 14.711 hatten eine gültige Stimme abgegeben. Briefwahlunterlagen können noch bei der Stadt beantragt werden.

Alle anderen haben am Wahlsonntag reichlich Zeit zum Wählen: Die Wahllokale in den 24 Wahlbezirken sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wer wo wählen kann, steht in den Wahlbenachrichtigungen, die den Wahlberechtigten zugestellt worden sind.

Jeder Wahlberechtigte kann nur in dem Wahlraum des Wahlbezirks wählen, in dessen Wählerverzeichnis er eingetragen ist, teilt die Stadt mit. Jeder soll seine Wahlbenachrichtigung und einen amtlichen Personalausweis, Unionsbürger eine gültigen Identitätsausweis oder Reisepass zur Wahl mitbringen. Die Wahlbenachrichtigung wird im Wahllokal vorgelegt und abgegeben.

Auf der Wahlbenachrichtigung sind der Wahlbezirk und der Wahlraum angegeben. Bei den Wahlbezirken Gemeindehaus Heisterbusch (Wahllokal 4.0), Rathaus, Telegrafenstraße (7.0), Katholisches Vereinshaus Grunewald 19 (18.2) und Bauhof Sonne (20.1) handelt es sich um repräsentative Wahlbezirke, die vom Statistischen Landesamt (IT.NRW) zu statistischen Zwecken für die Wahlstatistik herangezogen werden.

Dabei werden die Stimmzettel zusätzlich auch nach Alter und Geschlecht ausgezählt, erläutert Hauptamtsleiter Jürgen Scholz. Anhand dieser Daten lässt sichablesen, welche Partei bei Män nern und bei Frauen größeren Zuspruch erfährt, wie die Parteien in den jeweiligen Altersgruppen ankommen.

Der Antrag auf Erteilung der Briefwahlunterlagen (Wahlscheinantrag) kann schriftlich, per Fax, E-Mail oder persönlich im Wahlamt gestellt werden. Eine telefonische Antragstellung ist jedoch nicht zulässig, teilt der Landeswahlleiter mit.

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