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Wermelskirchen Wupperverband feiert 90. Geburtstag

Wasserwirtschaft im Bergischen : Wupperverband feiert 90. Geburtstag

Der Wupperverband betreibt 14 Talsperren im Wuppergebiet, drei Trinkwasser-Talsperren und elf Brauchwasser-Talsperren. Die Große Dhünn-Talsperre ist mit die größte Trinkwasser-Talsperre in Deutschland.

Der Wupperverband feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag: 90 Jahre wird er alt. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser im Mittelpunkt. Zielsetzung der Gründung im Jahr 1930 war und ist, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Eine seiner Aufgaben ist auch der Hochwasserschutz, auf den der Verband anlässlich seines Geburtstags noch einmal ganz besonders aufmerksam machen will.

Der Wupperverband betreibt 14 Talsperren im Wuppergebiet, drei Trinkwasser-Talsperren und elf Brauchwasser-Talsperren. Letztere haben neben der Niedrigwasseraufhöhung in Trockenzeiten die Funktion des Hochwasserschutzes. Wenn hohe Wassermengen anfallen, können diese in den Talsperren zwischengespeichert werden. So schützen sie Menschen sowie ihr Hab und Gut in den unterhalb liegenden Kommunen. Die größten Brauchwasser-Talsperren des Wupperverbandes mit der Aufgabe Hochwasserschutz sind die Wupper- und die Bever-Talsperre.

Der Hochwasserschutz umfasst aber auch noch weitere Aufgaben: Es reicht vom Betrieb von Talsperren, Betrieb und Bau von Hochwasserrückhaltebecken und der hochwasservermeidenden Gestaltung und Bewirtschaftung von Gewässern, über digitale Informationsbereitstellung, Bereitschaftsdienst bis hin zu Bürgerinformation zur Eigenvorsorge. Hochwasservorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe, heißt es in der Mitteilung, bei der neben den Kommunen, Kanalnetzbetreibern, dem Wasserverband vor allem auch die Betroffenen, wie zum Beispiel Grundstückseigentümer, ihren Beitrag leisten müssten.

Als Wasserzwischenspeicher dienen auch Hochwasserrückhaltebecken. Der Wupperverband betreibt 26 dieser Becken an den Nebenbächen der Wupper.

Auch die Eigenvorsorge durch die Betroffenen selbst ist unerlässlich, heißt es vom Wuppverband. Hierzu stellt der Verband Informationen zur Verfügung. Er hat auch bei der Erstellung des so genannten Hochwasserschutz-Passes mitgewirkt. Hier können Bürger nachprüfen, wie hoch ihr Schutz schon ist bzw. welche Maßnahmen noch empfehlenswert sind.

(ala)