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Wermelskirchen: Wintereinbruch sorgt für Verspätungen und Störungen

Wintereinbruch : Berufsschüler räumen Gehwege frei

Der späte Wintereinbruch beeinträchtigt in Wermelskirchen den Verkehr auf den Straßen. Viele Schüler kamen zu spät zur Schule. Krankenhaus-Buslinie besonders betroffen. Rückstau von Lennep bis Wermelskirchen auf der B51.

Auch wenn er erst Ende Februar kommt: Der erste Schnee des Winters beeinträchtigt die Situation auf den Straßen und im öffentlichen Nahverkehr. In Wermelskirchen machte sich der Schnee, der am frühen Mittwochmorgen einsetzte, ebenfalls bemerkbar. Laut der Polizei Rhein-Berg hatte es am Mittwochmorgen in Dhünn-Neuenhaus einen witterungsbedingten Verkehrsunfall gegeben. Dabei sei ein Auto gegen eine Mauer gerutscht. „Ansonsten ist die Lage ruhig“, sagte ein Sprecher der Polizei Rhein-Berg am Nachmittag.

Auf einigen Buslinien kam es zu Verspätungen, viele Schüler kamen deshalb zu spät in die Schule, manche auch gar nicht. „Bei uns waren besonders die Schüler aus Dhünn und Dabringhausen betroffen“, berichtet Dietmar Paulig, Schulleiter der Sekundarschule, am Mittwochvormittag. Schüler, die aus Richtung Remscheid kommen, hätten ebenfalls Probleme gehabt, nach Wermelskirchen zu gelangen. „Die erste Stunde mussten wir dann teilweise überbrücken“, so Paulig. Denn: Auch einige Lehrer, darunter besonders die aus Köln, Remscheid und Wuppertal, hätten im dichten Verkehr gestanden. Ab der zweiten Stunde sei der Betrieb wieder einigermaßen normal gelaufen. 

Auch das zentraler gelegene städtische Gymnasium meldet knapp 20 Schüler, die aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht zur Schule kommen konnten, darüber hinaus einige, die verspätet kamen. Auch Lehrer hätten Probleme auf den Straßen gehabt. „Ein Chaos ist es aber nicht“, sagt Schulleiterin Elvira Persian am Vormittag. „Wir gehen momentan davon aus, dass wir den Unterricht ganz normal fortsetzen können.“

Der städtische Baubetriebshof hatte angesichts der Wetterprognosen Bereitschaft ausgerufen. Ausgerechnet zum morgendlichen Berufsverkehr setzte der Schneefall ein, „und die Temperaturen sanken um ein, zwei Grad“, sagte Baubetriebshofleiter Volker Niemz. In Höhenlagen war es bereits zwischen 5 und 6 Uhr auf den Straßen weiß, später auch in den tieferen Lagen.

Auf der Bundesstraße 51 hatte in Lennep Höhe Autohaus Weizinger ein Lkw quer gestanden, Rückstaus erstreckten sich bis nach Wermelskirchen.

Auf zwei der vier Räumfahrzeuge hatten die Mitarbeiter gleich am frühen Morgen das Räumschild montiert, die beiden anderen mussten später nachgerüstet werden. Denn Salz allein reichte nicht aus, um die Fahrbahnen von Schnee und Eis zu befreien. Die Routen werden strikt nach Priorität abgefahren, Vorrang haben Busstrecken, Gewerbegebiete, Gefällstrecken und Königstraße bis zum Krankenhaus. Rund 100 Kilometer habe jeder Fahrer zu bewältigen. Volker Niemz rechnete damit, dass an diesem Wintertag etwa 30 Tonnen Salz pro Tour gestreut werden. „Aber eventuell müssen wir die Strecken ein zweites Mal abfahren“, so Niemz. Neben dem Baubetriebshof waren außerdem Räumfahrzeuge von „Sieg +Partner“, die im Auftrag der Stadt Winterdienst-Leistungen erbringen, sowie sechs Mitarbeiter, die damit beschäftigt waren, den Schnee händisch zu beseitigen.

Auf den örtlichen Buslinien waren die Probleme mit Ausnahme der Linie 271 gegen 10.30 Uhr wieder behoben, teilte Andrea Jahn, Sprecherin des Regionalverkehrs Köln (RVK), auf Anfrage unserer Redaktion mit. „Auf dem Linienweg der 271 zum Krankenhaus liegt Schnee und es besteht Eisglätte.“ Der Betrieb der Linie 271 konnte am Nachmittag wieder aufgenommen werden. Dafür sei es nachmittags nochmals zu Einschränkungen „am Stadtrand von Wermelskirchen“ gekommen. Gegen 16.30 Uhr lief der Busverkehr wieder ohne größere Verspätungen. „Hoffen wir, dass das so bleibt“, sagte Jahn im Hinblick auf die Schneeprognose für Donnerstag. 

Aktuelle Verkehrsstörungen können online unter https://www.rvk.de/witterungsbedingte-stoerungen-und-ausfaelle-im-rvk-linienbetrieb/ abgerufen werden.