Wermelskirchen: Wildpinkler auf der Kirmes erwischt – 50 Euro

Neuer Bußgeldkatalog in Wermelskirchen : Wildpinkler zahlen 50 Euro Strafe

Zwei Jahre gibt sich die Stadtverwaltung Zeit, Bilanz für den neuen, eigenen Verwarn- und Bußgeldkatalog zu ziehen. Das hatte der Erste Beigeordnete Stefan Görnert bereits in der Fachausschuss-Sitzung Ende März angekündigt.

Entsprechend reagierte jetzt die Stadtverwaltung auf die Anfrage dieser Redaktion nach einer ersten vorläufigen Bilanz. „Wir kontrollieren im gleichen Rahmen wie vorher, eben was personell möglich ist“, sagt Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann. Der neue Verwarn- und Bußgeldkatalog werde konsequent angewandt, sagte er. „Es ist aber nicht zu ermitteln, ob wir einen Anstieg von Fällen haben. Das ist einfach zu aufwändig.“

Ende März wurde dem Fachausschuss (Stadtentwicklung und Verkehr) der neue Verwarn- und Bußgeldkatalog vorgestellt. Der gibt den Mitarbeitern des Ordnungsamtes einen Rahmen, mit dem beispielsweise Wildpinkeln, aggressives Betteln, das Füttern von verwilderten Tauben oder auch das Wegschnipsen von Kippen empfindlich geahndet wird. Ebenso im Katalog aufgeführt ist der Tatbestand „Störungen – auch in Verbindung mit Alkoholkonsum und anderen Rauschmitteln“, der mit 35 bis 150 Euro bestrafen werden kann.

Das große Problem sei, so Feldmann, zum Beispiel Zigarettenraucher „in flagranti“ beim Wegwerfen der Kippe zu erwischen. Da hatten die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes der Stadt dann Glück bei der Frühjahrskirmes auf dem Schwanenplatz. „Wir haben zwei Personen beim Pinkeln hinter einem Karussell erwischt“, berichtet Feldmann. Der Klowagen stand etwa 50 Meter entfernt. Dieses Wildpinkeln kostete den Personen je 50 Euro. „Einer war einsichtig, der andere nicht. Letzterer bekommt jetzt einen Anhörungsbogen und kann sich dazu äußern“, erklärt Feldmann.

Mehr von RP ONLINE