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Wermelskirchen: Wieder mehr Gäste im Quellenbad

2G für Geboosterte in Wermelskirchen : Wieder viele Gäste im Quellenbad

Erleichterung bei den Mitarbeitern: Seit die 2G-plus-Regelung für Geboosterte gelockert wurde, kommen wieder mehr Besucher. Bei der Kontrolle der Nachweise soll das Schwimmbad bald Unterstützung von Freiwilligen bekommen.

Seit kurzem 2G-plus für Geboosterte nicht mehr. Sie können jetzt ohne einen aktuellen Test ins Schwimmbad. Das ist gut fürs Wermelskirchener Quellenbad. „Nach Einführung der 2G-plus-Regelung für alle war es hier sehr ruhig“, sagt Achim Hagenbücher, leitender Schwimmmeister im Quellenbad. An den Wochenenden seien zwar trotzdem noch verhältnismäßig viele Besucher im Hallenbad gewesen. Doch unter der Woche seien nur wenige Gäste gekommen. „Seit die Regelung für Geboosterte gelockert wurde, kommen wieder viel mehr Leute ins Schwimmbad,“ sagt Achim Hagenbücher. Die meisten Gäste hätten zwar Verständnis für die verpflichtenden Testnachweise gehabt. Diese hätten einige Menschen dann aber doch von einem Besuch abgehalten, sagt Achim Hagen.

Für das Quellenbad macht die Anpassung somit den entschiedenen Unterschied. Es liegen schwere Zeiten hinter dem Schwimmbad. Zwei Lockdowns hat es hinter sich, während beiden war es monatelang geschlossen. Dann: Blockbetrieb, ein strenges Hygienekonzept mit sieben Quadratmetern je Badegast und zwei Stunden Badezeit – alles mit Voranmeldung. Es folgten eingeschränkte Öffnungszeiten wegen zu wenigen Mitarbeitern. Vor kurzem dann wurde die 2G-plus-Regelung beschlossen.

 Achim Hagenbücher
Achim Hagenbücher Foto: Udo Teifel
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Der Mitarbeiter-Mangel konnte durch zwei „ausgeliehene“ Kräfte aus Leichlingen – zumindest temporär – behoben werden. Die Öffnungszeiten konnten deshalb schon im vergangenen Jahr wieder ausgeweitet werden. Den Blockbetrieb gibt es auch nicht mehr. Und durch die Lockerung der 2G-plus-Regelung habe sich auch der sonstige der Betrieb im Quellenbad laut Achim Hagenbücher „wieder weitestgehend eingependelt“. Dafür, dass es die neue Corona-Regelung gebe, statt eines erneuten Lockdowns, dafür ist Hagenbücher sehr dankbar. „Alles ist besser, als ein erneuter Lockdown“, sagt er. Auch, wenn die Kontrollen der 2G-Status einen personellen Mehraufwand und eine Mehrbelastung bedeuteten. „Wir nehmen das gerne in Kauf.“

Der Leiter des Quellenbads blickt einem Ende der Pandemie hoffnungsvoll entgegen. „Wir laufen hier fast wieder auf Volllast. Aber wir verzeichnen trotzdem lange nicht die Badegäste, die wir mal hatten“, sagt Hagenbücher. „Und einige Stamm-Badegäste vermissen wir auch.“ Es gebe einige Besucher, die seit Beginn der Pandemie nicht mehr im Schwimmbad gewesen seien, weil sie Angst vor einer Infektion hätten. „Das ist natürlich verständlich, wenn für uns auch sehr schade.“ Dafür gebe es aber auch viele „fremde“ Badegäste.

Die Kontrollen habe das Quellenbad so geregelt, dass immer ein Mitarbeiter am Eingang die Nachweise kontrolliere, ein anderer mache die Aufsicht und Kurse im Bad. Nach einer Stunde würde getauscht. Erleichtern könnten die Kontrollen bald auch Freiwillige, sich stundenweise angeboten hätten. Sie könnten die vier Festangestellten und die Auszubildende im Quellenbad unterstützen. Auch der Verein habe Hilfe angeboten, sagt Achim Hagenbücher. Wie viele Freiwillige es seien, könne er noch nicht sagen, die Planungen liefen derzeit noch. Eine große Hilfe seien auch die Kollegen aus Leichlingen, betont Achim Hagenbücher.

In die Zukunft blickt Hagenbücher trotz allem optimistisch. Schon aus Prinzip. Und auch die Lockdowns hätten nicht nur Schlechtes gehabt. „Wir konnten aufräumen, so richtig. Alles, was über die Zeit liegen geblieben ist, konnten wir erledigen. Das war auch mal gut.“ Er hofft nun aber, dass die Pandemie bald beendet ist, „dass Omikron uns herausführt“. Entscheidend sei nun weiterhin, dass seine i sich nicht infiziere. Auch, weil das Hallenbad sonst wieder nur mit eingeschränkten Öffnungszeiten für die Badegäste da sein könnte. „Aber wir sind hier alle geimpft und geboostert. Ich hoffe, dass es uns nicht trifft und wir verschont bleiben“, sagt Achim Hagenbücher.