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Wermelskirchen: Wenn sich Klang und Licht paaren

Konzert in Wermelskirchen : „Ein Auftritt in der Heimat ist besonders“

Für ein Konzert kehrt Johannes Käsbach aus Kopenhagen in seine Heimatstadt zurück. Der 36-Jährige ist in Wermelskirchen aufgewachsen, aus Dänemark bringt er seine drei Mitstreiter mit. Das Konzert des Jazz- Quartetts „Klanglys“ findet am kommenden Samstag, 29. August, im Haus Eifgen statt.

Es hat schon philosophischen Charakter: Mit ihren Jazz-Kompositionen wollen die vier Musiker des dänischen Quartetts „Klanglys“ die duale Existenz von Klang und Licht zum Ausdruck bringen. So beschreibt es Johannes Käsbach, der für das Gros der Lieder geschrieben hat. „Klanglys“ ist eine Wortschöpfung aus dem deutschen „Klang“ und dem dänischen „Lys“ (deutsch: Licht). Gleichzeitig verweist der Name auf die Herkunft der Formation: die stammt aus Kopenhagen, wohin es den gebürtigen Wermelskirchener Johannes Käsbach beruflich und zuvor für Studium und Promotion verschlagen hat. Für ein „Klanglys“-Konzert am kommenden Samstag, 29. August, im Haus Eifgen kehrt der 36-Jährige nun in seine Heimatstadt zurück. „Ich bin normalerweise vier Mal im Jahr in Wermelskirchen, um Familie und Freunde zu besuchen. Durch den Corona-Lockdown ist in diesem Jahr natürlich alles anders“, sagt Käsbach im Gespräch mit unserer Redaktion. Umso mehr freue er sich auf das Konzert im Reigen der Neustart-Termine der Kulturinitiative Wermelskirchen   im Haus Eifgen. 

„Eigentlich sollte dieses Konzert bereits im April stattfinden. Dieser Termin musste wegen des Corona-Lockdowns ausfallen“, berichtet Käsbach: „Ein Auftritt in meiner Heimat ist natürlich etwas Besonderes – Familie, Freunde und ehemaligen Mitschüler meines Gymnasium-Jahrgangs haben ihr Kommen schon zugesagt.“ Zwei Tage vorher gastiere die Band noch in Hamburg, im September stünden drei Konzerte in Kopenhagen an, die im Zuge von Corona-Hilfen vom dänischen Kulturministerium gefördert würden.

„Festivals und ähnlich große Veranstaltungen sind wegen Corona auch in Dänemark abgesagt worden, aber lokale Musiker könnten in ihrer Region wieder auftreten. Und dass die Musiker mehr als motiviert seien, zeige doch die Bereitschaft die Anreise aus Dänemark ins Bergische auf sich zu nehmen. „Ich bin froh, dass die anderen Bandmitglieder da bereitwillig und begeistert mitmachen.“ Er beobachte das Geschehen im Haus Eifgen  aus der Ferne und könne nur schwärmen: „Das ist eine tolle Idee und eine tolle Umsetzung. Damit war klar, dass ich da unbedingt mal spielen wollte.“

Existentiell bedrohlich habe ihn, der beruflich als Akustik-Ingenieur bei einem Hörgeräte-Hersteller tätig ist, der Corona-Lockdown nicht erwischt, berichtet Johannes Käsbach. Bei der Musik von „Klanglys“ sorge die im Jazz eher seltene Kombination aus Gitarre und Geige für die spezielle Note, ist Johannes Käsbach überzeugt und beschreibt mit einem Augenzwinkern: „Wir machen zugänglichen Jazz, kein extremes Gefrickel.“  

Mit „Klanglys“-Geiger Alfkil Thorbjørn Wennermark musiziert Johannes Käsbach seit sieben Jahren. Die Beiden verbindet eine Geschichte, die sich ebenso im Bandnamen widerspiegelt. „Alfkil besuchte im französischen Dammarie-Les-Lys das renommierte Centre des Musiques Didier Lockwood und empfahl mir das. Daraufhin war ich auch zwischen 2016 und 2018 dort.“ Und Lys steht nicht nur im Dänischen für Licht, sondern im Französischen für Lilie. „Die Blume kann als Symbol für unsere farbintensiven Vokal-Teile, die sich zu unserer strahlenden Musik-Mischung aus modernen instrumentalen Sounds gesellen.“