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Wermelskirchen: Wenn Kinder das Bürgerzentrum rocken

Theater für Kinder und Jugendliche in Wermelskirchen : Wenn Kinder das Bürgerzentrum rocken

Der Kulturverein Wermelskirchen stellt das neue Kindertheaterprogramm vor. Drei Veranstaltungen sind wieder geplant.

Wenn das Rumpelstilzchen, der kleine Rabe Socke oder andere Figuren und Helden der Kindheit auf der Bühne ihren Schabernack machen, ist das normalerweise ein Garant für leuchtende Kinderaugen und viel Spaß. Diese Erfahrung machen die Verantwortlichen für das Kindertheater vom Kulturverein Wermelskirchen immer wieder. Seit vier Jahren organisieren sie bereits Vorstellungen für Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen, buchen Künstler, die mit ihren Theateraufführungen nach Wermelskirchen kommen und ein abwechslungsreiches Programm bieten. Auch im kommenden Veranstaltungsjahr soll dieses Highlight für die Kleinen nicht fehlen. Peter Scheben (Vorsitzender), Manfred Schmitz-Mohr und Henning Conrads stellten am Donnerstag in der KiTa in der Danziger Straße ihre Pläne vor und gaben einen Rückblick auf die letzte Kindertheaterreihe.

Drei Vorstellungen soll es geben, eine noch in diesem Jahr und zwei weitere im Frühjahr 2020. „Im letzten Jahr ist unsere Auswahl besonders gut angekommen. Wir hatten über 240 Kinder bei dem Auftritt von Volker Rosin, das hatten wir noch nie!“, freute sich Conrads. Der erfolgreiche Kinderliedermacher ist unter anderem aus dem Fernsehen bekannt, mit mehreren Auszeichnungen geehrt worden und versteht  es, die Kinderherzen höher schlagen zu lassen. „Die Kinder konnten kaum ruhig sitzen bleiben und haben das Bürgerzentrum mit purer Begeisterung gerockt“, erinnert sich Conrads.

 Mit dem Stück „Frohe Weihnachten, kleiner Eisbär“ beginnt die nächste Veranstaltungsreihe des Kulturvereins für Kinder am 26. November.
Mit dem Stück „Frohe Weihnachten, kleiner Eisbär“ beginnt die nächste Veranstaltungsreihe des Kulturvereins für Kinder am 26. November. Foto: Wittener Kinder- und Jugendtheater
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An diesen Erfolg soll nun angeknüpft werden. Ende November geht es los. Hans de Beers wohl bekannteste Charaktere werden sich mit den Kindern auf die Adventszeit einstimmen. „Frohe Weihnachten, kleiner Eisbär“ heißt das Stück vom Wittener Kinder- und Jugendtheater (Aufführung: Dienstag, 26. November) und erzählt eine spannende Geschichte rund um Lars und seine Freunde. Gerade der kleine Eisbär war für das Kindertheaterteam keine Zufallsentscheidung, denn der wurde von den Kindern aus einer der Wermelskirchener Schulen ausdrücklich gewünscht.

„Wir machen in unseren Gruppen mit den Kindern richtige Konferenzen und suchen mit ihnen zusammen nach Anregungen und sammeln Vorschläge für mögliche Vorstellungen. Außerdem können wir eine kleine Vor- und Nachbereitung rund um die Besuche im Theater machen und dann auch Rückmeldung an den Kulturverein geben“, berichtet Katrin Oberberg, die Leiterin der städtischen Kindertagesstätte Danziger Straße.

Im neuen Jahr dürfen sich alle dann auf „Das hässliche Entlein“ (Aufführung: Mittwoch, 12. Februar) freuen. Matthias Kutcha, der schon in der letzten Saison in Wermelskirchen war, wird mit seinem Figurentheater zurückkehren. Er ist bekannt dafür, sein junges Publikum einzubinden, was ohnehin am liebsten immer ganz nah dran am Geschehen und an der Bühne ist. Im März bringt die Wittener Gruppe, die auch im November den kleinen Eisbären vorführen wird, Astrid Lindgrens Kultfigur, Pippi Langstrumpf, in das Bürgerzentrum (Aufführung: Mittwoch, 18. März). Das lustige rothaarige Mädchen wird mit ihren Freunden Geburtstag feiern, und zwar nicht als „einfache Theateraufführung“, sondern in Form eines Musicals.

Schirmherr der ganzen Veranstaltungen wird wieder der Bürgermeister der Stadt, Rainer Bleek, sein. Er hat sich in den letzten Jahren nicht nur als Ansprechpartner im Rathaus für den Kulturverein, sondern auch als Animateur und Moderator für die Kinder gezeigt.

„Wir haben ganz hervorragende Kontakte hier in der Stadt und ohne die Hilfe der Sparkasse als Sponsor, könnten wir niemals die Aufführungen stemmen und die Karten so günstig anbieten können“, meinen die Herren des Kulturvereins, für die das Angebot immer viel ehrenamtliche Arbeit bedeutet: „Es ist ein Erlebnis, wenn man die Freude der Kinder sieht, da lohnt sich die ganze Arbeit!“