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Wermelskirchen: Weltladen-Nikoläuse „demonstrieren“ für mehr fairen Handel

Weltladen in Wermelskirchen : Nikoläuse „demonstrieren“ für mehr fairen Handel

Es war schon eine „Demo“ der besonderen Art: Weder krawallig noch lautstark: Der Weltladen Wermelskirchen machte auf dem Wochenmarkt auf sich aufmerksam mit vielen Schokoladen-Nikoläusen.

Schokolade ist ein Genussmittel, jeder der sie konsumiert trägt auch die Verantwortung dafür, dass alle am Produktionsprozess Beteiligten ein einträgliches Leben haben – das ist die Überzeugung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Weltladens in Wermelskirchen. Unter dem Motto „Fair Chocolate for Future“ haben sie – oder vielmehr ihre Schokoladen-Nikoläuse – auf dem Wochenmarkt für mehr fairen Handel „demonstriert“. Die Nikoläuse tragen Sprüche mit Forderungen wie „Faire Schokolade für Wermelskirchen“ oder „Kein Kinderarbeit in der Kakaoernte“, die die Mitarbeiterinnen des Weltladens in mühevoller Kleinarbeit an ihnen befestigt haben. Entstanden ist so ein kleiner Nikolaus-Demonstrationszug.

„Mit der Aktion heute wollen wir mehr Menschen auf fairen Handel aufmerksam machen,“ sagt Ulla Buhlmann vom Weltladen. Ziel sei es, ein größeres Bewusstsein dafür zu schaffen, unter welchen Bedingungen Schokolade produziert wird, die nicht fair gehandelt wird. „Vom Verkauf herkömmlicher Schokolade bekommen die Kakaobauern gerade einmal ein halbes Stückchen bezahlt“, sagt Buhlmann. Bei der Fair-Trade Schokolade, aus dem Weltladen, die mit dem Gepa-Logo zertifiziert ist, werden die Kakaobauern besser entlohnt, sie bekommen langfristige Verträge und Kinderarbeit ist verboten, erklärt Buhlmann. Beim Anbau wird auf Nachhaltigkeit geachtet.

„Natürlich ist die Schokolade dann auch teurer“, sagt Buhlmann. „Aber das sollte es uns wert sein.“