Wermelskirchen: Weltladen - Fairtrade-Produkte für ein bessere Klima

Fair Einkaufen in Wermelskirchen : Stück für Stück die Welt verbessern

Das Weltladen-Team beobachtet langsam einen Wandel der Kaufgewohnheit der Wermelskirchener.

Ob es der morgendliche Kaffee oder die Kleidung die wir tragen ist: Das zurückverfolgen der Herkunftsländer sowie der Produktionsprozess ist schwierig. Leida Raue und Ursula Renzmann vom Weltladen wollen es genau wissen. Deshalb arbeiten sie bereits seit mehreren Jahren für und im Weltladen am Markt 6. „Die Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und dem Einkauf von fairen Produkten ist den meisten noch nicht bewusst“, sagt Ursula Renzmann, die in der Bildungs- und Öffentlichkeitsgruppe und im erweiterten Vorstandmitglied ist. Sie ist der Meinung, dass Fairtrade und Klimaschutz zusammengehören. Denn steigende Temperaturen und Dürren beispielsweise haben auf der ganzen Welt zu Ernteausfällen, Waldbrände und Überflutungen gesorgt. Die Folgen sind fatal: Nicht nur das die Menschen ihre Existenzgrundlage und Heimat dadurch verlieren, sondern es verschwinden dadurch auch Tier- und Pflanzenarten.

Der Faire Handel, so sagt sie, ist wichtig bei der Anpassung an den Klimawandel und dessen Bekämpfung – auch deshalb, weil er klimafreundliche Produktionsweisen fördere. Ursula Renzmann empfiehlt dem Verbraucher insbesondere in Supermärkten – wo es nicht unbedingt Fairtrade-Produkte gibt – nachzufragen, wie es mit der Fairness ist und wie die Klimaverträglichkeit ist. „Denn oftmals werden Pflanzenschutzmittel, also Gifte, für den Anbau verwendet, die die Vielfalt von Pflanzen und Tieren zerstören“, sagt Renzmann.

Beim Fairen Handel würden sie unter dem Aspekt ‚Biodiversität und Umwelt bewahren‘ versuchen, andere Mittel zu finden, um zum Beispiel die Pflanzen zu stärken und die Vielfalt nicht zu zerstören. Letztendlich schädige es auch langfristig betrachtet die Gesundheit der Menschen. Die Kosten eines umweltverträglichen Wirtschaftens sollten sich in den Preisen und Handelsbedingungen widerspiegeln, sagt Renzmann.Aber sie sei zuversichtlich. Besonders in Wermelskirchen – auch wegen des Unverpackt Ladens - könne sie beobachten, dass die Menschen immer mehr darauf achten, woher die Produkte kommen. Leida Raue, Verkäuferin des Weltladens, kann dies ebenfalls bestätigen. „Hier in der Stadt sehe ich schon, dass sich so langsam ein Bewusstsein bezüglich des Klimaschutzes entwickelt hat“, sagt sie.

In den vergangen Jahren zählten hauptsächlich Mitglieder der Kirchengemeinden zum Kundenstamm – das habe sich verändert. Zu beobachten sei, dass neue und auch jüngere Menschen den Weg in den Weltladen finden. Auch Schulklassen würden ein verstärktes Interesse an der Zusammenarbeit zeigen. „Es sind bisher nur feine Signale. Von heute auf morgen wird sich das nicht direkt ändern. Aber wir können kleine Schritte tun und hoffen, dass andere diese Schritte mitgehen“, sagt Ursula Renzmann.

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